05.03.2020 20:39 Uhr

Gjon’s Tears mit glockenklarer Stimme beim ESC 2020

SRF/Lukas Maeder

Gjon’s Tears wird bei dem diesjährigen Eurovision Song Contest für sein Land, die Schweiz, antreten. Mit seiner umwerfenden Ballade „Répondez-Moi“ wird es vieleicht ein vielversprechendes Rennen. Nach zehn Jahren wird zudem ein Künstler erstmals wieder auf Französisch für die Schweiz an den Start gehen.

Wenn man die großartige Ballade „Répondez-Moi“ von Newcomer Gjon’s Tears hört, dann muss man sich wortwörtlich die ein oder andere Träne verdrücken. Mit seiner hohen Stimme weint der Schweizer in dem Song auf Französisch und fragt nach dem Sinn des Lebens.

Das Lied geht unter die Haut

Der Schweizer Eurovision Song Contest-Kandidat heißt eigentlich Gjon Muharremaj  möchte beim Wettbewerb in Rotterdam zeigen, wo er herkommt. „Ich will mein Bestes geben, ich will zeigen, dass ich stolz auf mich bin, meine Wurzeln, und alles, was ich erreicht habe“, sagte der 21-Jährige dem Schweizer Rundfunksender SRF.

Für Gjon ist das Thema Identität und Herkunft sehr wichtig, wie er im Statement von SRF mitteilte: „Jeder fragt sich mal, warum wir hier sind, wo wir herkommen und wo wir hingehen. Das sind die Schlüsselfragen, besonders für Menschen mit Migrationshintergrund. Meine Eltern sind aus Albanien und dem Kosovo. Ich bin in der Schweiz aufgewachsen und  das ist mein Zuhause. Das sind Fragen, über die ich mir Gedanken mache“.

Gjon's Tears mit glockenklarer Stimme beim ESC 2020

SRF/Lukas Maeder

Schweizer mit Erfahrung

Den Namen hat er sich gegeben, nachdem sein Großvater bei einem Cover des damals Neunjährigen von Elvis Presley’s „Can’t Help Falling In Love With You“ anfing zu weinen. „Répondez-Moi“ (zu dt.: Antworte Mir) soll ebenfalls unter die Haut gehen. Mithilfe von Streichern und Chören wird Gänsehaut-Stimmung erzeugt. Für den Schweizer ist es ein besonderes Stück, denn seine Eltern, sowie sein Bruder und Großmutter spielen in dem schwarz-weißen Musikvideo mit.

Schon im frühen Alter versuchte er mit seinem musikalischen Talent erfolgreich zu werden. Mit zwölf belegte der Lockenkopf den dritten Platz bei „Albanians Got Talent“, bei dem ihn sein Opa anmeldete. In der Schweizer Version des „Supertalents“ und im französischen „The Voice“ kam Gjon jeweils ins Halbfinale. Jetzt kann der 21-Jährige seine Heimat beim internationalen Wettbewerb repräsentieren.