Montag, 29. Januar 2018 15:54 Uhr

Grammys: Janelle Monáe im Namen der Rose

Es klang wie eine Drohung: „Wir kommen in Frieden, aber wir meinen es ernst“. Janelle Monáe prangerte bei den Grammys gestern Abend männlichen Machtmissbrauch an.

US-Musikerin und Schauspielerin Janelle Monáe hat bei der Grammy-Verleihung ein Ende der männlichen Vorherrschaft in den Musikindustrie gefordert. „Die Zeit der ungleichen Bezahlung, der Diskriminierung und Belästigung jeder Art und des Missbrauchs von Macht ist um“, sagte Monáe auf der Bühne des Madison Square Garden in New York am Sonntag.

„Es passiert nicht nur in Hollywood, es passiert nicht nur in Washington. Es passiert auch genau hier in unserer Branche“, sagte sie in Richtung „derjenigen, die es wagen, uns zum Schweigen zu bringen“.

Monáe trug wie weitere Musiker zur Gala eine weiße Rose am Revers als Ausdruck der Solidarität mit der #TimesUp-Bewegung. „Wir kommen in Frieden, aber wir meinen es ernst“, sagte Monáe. Männer und Frauen müssten gemeinsam daran arbeiten, die noch immer von Männern dominierte Musikindustrie gerechter zu gestalten. Moderator James Corden bezeichnete #TimesUp kurz darauf als „Bewegung, die unsere Aufmerksamkeit und unsere Unterstützung erfordert“.

Viele Promis mit weißer Rose

Auch Kesha, Kelly Clarkson, Lady Gaga, Miley Cyrus, Pink, Lana Del Rey drückten ihre Unterstützung der Time’s Up-Kampagne mit weißen Rosen bei den Grammy Awards aus. Die Sängerinnen trugen die Blumen entweder als Accessoire zu ihren Outfits oder hielten sie in der Hand, als sie auf den roten Teppich traten.

In einem Statement ließ Time’s Up vor der Preisverleihung verlauten: „Wir werden alle weiße Rosen tragen, die historisch für Hoffnung, Frieden, Mitgefühl und Widerstand stehen […] Heute ist die größte Nacht der Musik. Die Welt hört zu.“ (dpa/KT)

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