Mittwoch, 10. Januar 2018 22:25 Uhr

Haiyti marschiert nach oben: „Falco, der klingt wie Nina Hagen“

Am Freitag veröffentlicht Newcomerin Haiyti ihr erstes großes Album über Vertigo/Capitol. “Montenegro Zero” ist ein gefühltes Debüt, ein Klassiker seines ganz eigenen Genres: zwölf Songs, keine Features, ein Moment, ein Vibe.

Haiyti marschiert nach oben: "Falco, der klingt wie Nina Hagen"

Die Hamburger Rapperin selbst nennt es “Gangsta-Pop” – Geschichten von ganz unten mit Melodien für ganz oben. Aber der Reihe nach. Haiyti hat Hip-Hop in den vergangenen 18 Monaten einmal auf links gezogen. Die alten Gewissheiten, sie gelten nicht mehr, die vermeintlichen Grenzen zwischen Straße und Avantgarde, Gangsta und Kunst, Untergrund und Pop.

Haiyti, die eigentlich Ronja Zschoche heißt, hat sie eingerissen, als Einzelkämpferin im Über-Macho-Geschäft Deutschrap. Im Frühjahr 21016 tauchte sie erstmals auf. Mit DIY–Releases im gefühlten Wochentakt katapultierte sich die Rapperin und Sängerin aus Hamburg-St. Pauli an die Spitze einer neuen Generation, der Regeln nichts bedeuten, Freiheit dafür umso mehr.

Das brachte ihr Liebe quer durch alle Lager. Dendemann, Haftbefehl, Deichkind: alle sind sie bereits Fans. Von finsteren Trap-Höhlen bis zu Rock am Ring: alle am Durchdrehen. Das Hip-Hop-Magazin „Juice“ nahm Haiyti aufs Cover, „Die Zeit“ erkannte in ihr “Falco, der klingt wie Nina Hagen” und befand knapp: “Eine Pop-Revolution bahnt sich an.” Naja, und die „FAZ“ meint: „Keine rappte mit so viel Sehnsucht über das Leben in der Nacht wie die Hamburgerin Haiyti.“

Lobenshymnen allerortens.

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