Donnerstag, 1. März 2018 12:13 Uhr

Harvey Weinstein: Versicherung dreht ihm den Geldhahn zu

Harvey Weinsteins Versicherung will nicht für seine Gerichtskosten zahlen, die im Zuge der Vorwürfe der sexuellen Belästigung und Übergriffe gegen ihn entstanden sind.

Harvey Weinstein: Versicherung dreht ihm den Geldhahn zu

Foto: Mario Mitsis/WENN.com

Am Mittwoch (28. Februar) reichte Chubb Indemnity Insurance Co. eine Klage am Verfassungsgericht von New York ein, um zu erwirken, dass die Firma nicht für die Anwaltskosten des Produzenten in elf Gerichtsverfahren einstehen muss. Wie ‚Variety‘ berichtet, argumentiert das Unternehmen, dass es keine Haftpflicht für Weinsteins „bewusstes, entsetzliches und sexuell ausbeutendes Verhalten“ tragen müsse. Die Versicherung habe Weinstein schon gesagt, dass seine abscheulichen Verbrechen weder ein „Unfall“ noch ein „Delikt“ seien.

Ein klares Eigentor

In den eingereichten Gerichtsdokumenten heißt es, dass die Versicherungspolice eindeutig aussage, dass „vorsätzliches Verhalten“ von der Versicherungspflicht ausgenommen sei. „Mr. Weinsteins Handlungen fielen so aus, dass die Konsequenzen von einer vernünftigen Person vorhergesehen werden hätten können und sollen“, stellt die Firma klar.

Mit seinen „kriminellen, vorsätzlichen, gewaltsamen, nicht einvernehmlichen sexuellen und körperlichen Übergriffen“ habe sich der 65-Jährige ein klares Eigentor geschossen, das die Versicherung nicht für ihn ausbügeln wolle. Da der Mann aber ganz sicher Multimillionär ist, dürfte ihm ja doch ein vernünftiges Polster für die bevorstehende Klagewelle zur Verfügung stehen.

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