Montag, 23. August 2010 19:10 Uhr

Hier plaudert Superstar Mihalis über sein englisches Debütalbum

Berlin. „Mihalis – der erfolgreichste griechische Künstler des Jahrzehnts!“, das vermelden u.a. die offiziellen Ergebnisse der griechischen Tonträgervereinigungen. Dies nicht nur gemessen an verkauften Alben oder Airplay Positionen, sondern auch an den über 30 Auszeichnungen in den Jahren 2000 bis 2009. Doch wer ist eigentlich Mihalis?

Am 27. August erscheint das erste englischsprachige Album des 31-jährigen Herzensbrechers auch in Deutschland. Es vereint die größten Hits seiner beeindruckenden Karriere sowie brandneue Songs. Dazu gehört die erste Singleauskopplung ‚More than beautiful‘.

1979 auf Zypern geboren und aufgewachsen, macht Mihalis einige Jahre später seinen Abschluss in Klavier, Gitarre und Musiktheorie an der „Cypres Music Academy“. Der junge Künstler veröffentlicht seine ersten Alben, bis er 1998 Zypern beim European Song Contest vertritt. Nachdem Mihalis nach Athen zog, arbeitete er mit dem Komponisten Yiorgos Hadjinassios und Texter Michalis Bourboulis an dem Soundtrack „Agigma Pschis“ (Touch of Soul) für die gleichnamige TV Serie. Der Erfolg des Soundtracks bestärkte Mihalis in seinem Wunsch, nun auch als Solo-Künstler durchzustarten.

klatsch-tratsch.de traf den Sänger in Berlin und der war sehr happy, dass wir einen Landsmann dabei hatten und das Interview in seiner Landsprache führen konnten. Wir verlosen zudem drei von Mihalis unterzeichnete Alben! Interessenten senden bis zum 31. August 2010 eine Mail an gewinnspiel@klatsch-tratsch.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mihalis in Griechenland bist Du ein Superstar. Mit Deinem ersten englischsprachigen Album willst Du nun den internationalen Markt erobern. Jetzt erscheint es endlich auch in Deutschland. Warum singst Du plötzlich englisch?
Dieses  Album ist ein Schritt, meine Musik außerhalb Griechenlands bekannt zu machen –  und das ist ein Traum eines jeden griechischen Künstlers. Ich denke meine Musik  entspricht dem Stil der Musik, welche die Leute heutzutage hören und mögen. Der Anfang ist gemacht und nun freue ich mich auf den Erfolg…

Das Album klingt ein bisschen anders als deine vorherigen, in Griechenland veröffentlichten Songs…
Ja – wir haben uns am momentanen Musikgeschmack des europäischen Publikums orientiert.  Außerdem gibt es z.B. in einem Studio in Deutschland andere Möglichkeiten, als in einem griechischem Studio. Technisch und auch musikalisch ist Deutschland weiter vorne. Das griechische Publikum achtet eher auf den Text, das europäische Publikum hingegen interessiert sich mehr für die Melodie und die Produktion.

Ist es für dich schwieriger englisch zu singen? Kannst du damit auch deine Emotionen ausdrücken?
Leider nicht zu hundert Prozent, nicht so wie auf Griechisch. Aber ich bin in Zypern aufgewachsen und die englische Sprache ist dort fast so etwas wie Muttersprache.

Wieso hast du Deutschland gewählt, um hier deine internationale Karriere zu beginnen?
Das war eine Entscheidung, die ich nicht alleine getroffen habe. Deutschland ist ein sehr  gastfreundliches Land und offen für neue Sachen – auch was Musik betrifft. In Deutschland werden junge, neue Künstler viel eher akzeptiert als anderswo. In Deutschland gibt es keine Vorurteile gegenüber ausländischen Künstlern und das ist eine große Hilfe für uns, denn zum Beispiel wir in Griechenland sind weit weg von der mitteleuropäischen Kultur. Außerdem hat meine Music weder mit Alexis Zorbas noch mit Vicky Leandros zu tun – es ist keine Folklore, sondern moderner Pop.

Manche sagen, dass du der griechische Enrique Iglesias bist…
Oh – danke für das Kompliment… Es ist aber nicht gut mich mit jemandem zu vergleichen, der schon so lange Jahre erfolgreich im internationalen Musikbusiness ist. Enriques lateinamerikanisches Temperament und seine Sinnlichkeit sind einzigartig. Wir Griechen sind von der Persönlichkeit her ganz anders. Vielleicht kann man die lateinamerikanische Musik ein wenig mit der griechischen vergleichen, sonst nichts.

1998 wurdest Du beim Eurovision Song Contest mit 21 Jahren Elfter. Was hat sich seit dem für Dich verändert?
Ganz viele Sachen. Ich habe gelernt die Musik zu lieben und zu leben. Für mich steht Musik an erster Stelle. Ich habe meiner Mutter zu verdanken, dass ich heute das tun kann, was mir Freude macht. Sie hat meine Liebe zur Musik schon früh erkannt, sie hat mir eine Gitarre gekauft und mir den Besuch einer Musikschule ermöglicht. Erst später habe ich auch bemerkt, dass das genau das Richtige für mich war. Zuerst habe ich nur Gitarre  und Klavier gespielt, später habe  ich angefangen auch zu singen.

Wie findest du das internationale Publikum im Vergleich zu dem griechischen?
Man merkt je weiter entfernt man von Griechenland singt, desto mehr brennt das Publikum darauf, griechische Musik zu hören. In Amerika und in
Australien zum Beispiel zeigen die Menschen eine besondere Begeisterung und Liebe für griechische Musik. Griechische Musik ist  für das Publikum dort etwas ganz Besonderes. Man kann sagen, dass die Amerikaner unsere Musik an meisten lieben – in Europa ist es gemischt.

Was magst du besonders an Berlin?
Berlin hat schöne versteckte Ecken, von denen ich gerne noch mehr kennen lernen möchte. Ich glaube, dass Berlin seit ein paar Jahren das Kunstzentrum Europas und sehr beliebt bei Künstlern ist. Berlin wirkt sehr inspirativ auf Künstler. Es gibt hier interessante neue, große Projekte und man kann sehr viele Ideen sammeln.

Mihalis, herzlichen Dank für das Gespräch.
Ja,  ich möchte mich bei allen hier in Deutschland bedanken. Für das große Interesse an meiner Musik und dafür, dass ich hier so herzlich aufgenommen wurde. Ich wünsche mir, dass unsere Kooperation viele Jahre hält.

(Interview: klatsch-tratsch.de)

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren