Sonntag, 22. April 2018 20:35 Uhr

Interview: Liam Payne über das neue Video und das erste Album

Die Karriere von Liam Payne ist beispiellos. Als Mitglied der Boyband One Direction stürmte er die Charts und ließ die Herzen der Fans weltweit höher schlagen. Nun nach dem Ende der Band ist auch er Solo am Start. klatsch-tratsch-Auto Dennis traf sich mit dem jungen Familienvater in Berlin zum Talk.

Interview: Liam Payne über das neue Video und das erste Album

Conor Butler

Du bist zuletzt hier in Berlin beim Echo aufgetreten …
Ja, auch wenn es nur sehr kurz war, fand ich es großartig. Das war übrigens das letzte Mal, dass Rita Ora und ich „For You“ zusammen performen. Wir lieben den Song und es hat großen Spaß gemacht ihn zu singen. Die Reaktion darauf ist einfach unglaublich. Es ist nicht so, dass mir nicht bewusst gewesen wäre, dass der Song ein Erfolg werden würde, als ich ihn aufgenommen habe. Klar, er gehört zu einem großen Kinofilm und ist gemeinsam mit Rita, aber mit diesem Ausmaß hätte ich nicht gerechnet.

Diese Woche ist dein neuer Song „Familiar“ rausgekommen. Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit J. Balvin?
Wir kennen uns durch einen gemeinsamen Freund, der für mich Schmuck anfertigt. Er hat uns beide mal in ein Restaurant zum Abendessen eingeladen und im Gespräch haben wir festgestellt, dass wir beide sehr ähnlich drauf sind. Er wollte sehen, woran ich arbeite und ich habe ihm den Song gezeigt und meinte: „Er ist noch nicht fertig. Du kannst gerne etwas beisteuern, wenn du magst“. Nach ein paar Tagen hat er mir seinen Teil zugeschickt. Ich liebe daran die Tatsache, dass er nicht nur am Ende des Songs seinen Vers rappt, sondern im ganzen Song zu hören ist und sogar im ersten Vers singt. Dadurch ist es eine richtig schöne Zusammenarbeit. Er ist ein toller Typ und wir hatten echt viel Spaß beim Videodreh. Ich bin echt gespannt, wie es so ankommt. Vor allem auf die Reaktion in Latein-Amerika bin ich gespannt.

Das Video ist also schon gedreht?
Ja, genau. Das haben wir in Miami gedreht. Es ist ein spaßiges Partyvideo geworden. Wir hatten echt eine tolle Crew dabei und wir haben viel gelacht. Wir haben ständig dummes Zeug nebenher gemacht und so alberne Tänze aufgeführt. (lacht) Und viele Anspielungen an Oldschool-Videos. Wir haben beispielsweise dieses Video mit Justin Timberlake und N’SYNC, indem sie auf den Autodächern herumtanzen. Das haben wir im Video auch gemacht.

Du meinst „Girlfriend“ zusammen mit Nelly?
Ja genau. Stimmt.

Apropos neue Musik. Wie weit bist du eigentlich mit dem neuen Album? Wann kommt das denn endlich?
Das ist echt verrückt, dass alle so an einem Album interessiert sind, obwohl es in der heutigen Musikindustrie gar nicht mehr so um Alben geht wie früher. Ok, im weitesten Sinne vielleicht schon. Diese ganzen Plattformen machen ja im Stundentakt immer diese kleinen Playlists, die dann „Smooth“ oder wie auch immer heißen. Es gibt also viele Alben und Sampleralben da draußen. Ich habe viel mit anderen Künstlern gearbeitet und das auch genreübergreifend. So ist das auch mit dem Album. Es hat kein festes Thema und auch kein festes Genre. Wir arbeiten mit vielen unterschiedlichen Leuten zusammen und probieren viel aus. Und ich bin froh, dass wir uns da keine Deadline in dem Prozess gesetzt haben, sonst hätten es Songs wie „Familiar“ zeitlich gar nicht aufs Album geschafft. Für mein Album möchte ich mir deshalb die Zeit lassen, die es braucht.

Interview: Liam Payne über das neue Video und das erste Album

Liam Payne und J. Balvin. Foto: Conor Butler

Sind auf dem Album noch mehr Feature, als die, die wir schon in den Vorab-Singles gehört haben?
Nein, ich denke, das reicht auch erst mal. Mehr als die Hälfte auf dem Album ist ja schon eine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern. Was eine tolle Sache ist und ich bin echt demütig, wenn ich mir überlege, mit wem ich da schon alles zusammenarbeiten durfte. Das sind die besten Leute in der Industrie: Quavo, Zedd, Ed Sheeran, Charlie Puth. Die Tatsache, dass all die Künstler an mich glauben, hat mir enorm geholfen an mich selbst zu glauben.

Produzent und Hitschreiber Steve Mac meint auf deinem Album reiht sich Hit an Hit …
(lacht) Das hoffe ich. Ich höre diese Songs schon so lange und da ist es glaube ich ganz normal, dass man irgendwann anfängt, die Sachen selbst in Frage zu stellen. Man überhört die Songs dann irgendwann. Ich habe mich aber echt sehr gefreut, dass er das gesagt hat. Er wurde als Produzent des Jahres bei den Brit Awards ausgezeichnet und wenn dann jemand so etwas über die eigene Musik sagt, dann ehrt einen das doppelt. Er ist ein toller Typ und ich bin echt dankbar, denn er hat mich früher dabei unterstützt in die Musikindustrie durchzustarten.

Gibt es schon einen groben Plan, wann das Album etwa kommen soll?
Ich will mit keinem konkreten Datum kommen, denn das haben wir in der Vergangenheit so oft getan und es dann wieder verschoben. Es braucht einfach Zeit sich nach dem Wegfall von One Direction, einer der größten Boybands der Welt, richtig auszudrücken. Ich will alles richtig machen und nichts über das Knie brechen.

Deine Ex-Band-Kollegen Zayn und Harry sind ja megamäßig mit ihren Solo-Karrieren durchgestartet. Fühlst du dich da nicht automatisch unter Druck?
Nicht wirklich. Ich finde, die haben echt tolle Sachen gemacht. Zayn und ich mochten schon immer ähnliche Musik und das auch schon zu Bandzeiten. Den ersten Song, den ich geschrieben habe, habe ich mit Zayn geschrieben. Für mich ist es sehr spannend zu sehen, was Leute so machen. Sich selbst auszudrücken ist eine sehr wichtige Sache und jeder von uns ist verschieden. Wenn man aber ständig mit den gleichen Leuten herumhängt, dann entwickelt man sich irgendwann auch irgendwie gemeinsam und nähert sich an. Jeder spricht zwar anders oder zieht sich anders an, aber es gibt viele Gemeinsamkeiten. Ich denke, das kennt jeder. Ich finde es aufregend zu sehen wohin sich jetzt jeder hin entwickelt und freue mich über den Erfolg der anderen. Wenn es für Harry gut läuft und auch für die anderen Jungs, dann freue ich mich. Ich bin stolz aus einer Band zu kommen, in der alle Mitglieder auch solo Erfolg haben. Wir begeben uns alle auf Neuland und das finde ich toll.

Interview: Liam Payne über das neue Video und das erste Album

Foto: Conor Butler

Planst du auf deiner Tour auch Halt in Deutschland zu machen?
Absolut. Ich kann es gar nicht erwarten wieder auf Tour zu gehen. Ich habe erst vor ein paar Tagen in Dubai einen Auftritt vor unglaublich vielen Leuten gehabt. Ich glaube, ich habe das noch gar nicht richtig verarbeiten können, aber es war in der Größenordnung wie die Auftritte, die wir früher gemacht haben. Ich hätte niemals gedacht, dass ich solche großen Auftritte spielen würde und das, wo noch nicht mal ein Album draußen ist. Als ich eine Drohnen-Aufnahme von oben gesehen habe, von diesem Menschenmeer, war ich echt total geflasht. Weißt du, es ist immer komisch wenn du in ein anderes Land kommst. Du fragst dich wie viele Leute kennen dich und deine Musik. Vor allem wenn ich dann so einen Überraschungsauftritt spiele, werde ich nervös, weil ich nicht weiss, ob da dann wirklich jemand auftaucht. (lacht) Ich war so aufgeregt, dass ich nicht mal mein Abendessen essen konnte. Dann so viele Leute zu sehen hat mich dann wirklich angespornt ganz schnell wieder auf Tour gehen zu wollen.

Interview: Liam Payne über das neue Video und das erste Album

Liam und unser Autor Dennis. Foto: klatsch-tratsch.de

Wen würdest du gerne als Vorgruppe mit Tour nehmen?
Darüber habe ich mir um ehrlich zu sein noch gar keine Gedanken gemacht. Spontan fällt mir Jaden Smith ein. Der wohnt bei mir in der Nachbarschaft und ich sehe den ganz oft beim Einkaufen. Der ist echt cool und er hat ein Label begonnen, das Msfts heißt und eine Bewegung von diesen jungen Leuten ist, die die Welt verändern wollen. Sie setzen sich für sauberes Wasser ein und pflanzen Bäume. Die machen echt tolle Sachen. Bei seinem Label ist ein Künstler namens Téo, dessen Musik ich echt mag und momentan viel höre. Ich weiss nicht, ob er lust hätte mein Opener zu sein, aber ich liebe seine Musik. Es ist dieser entspannte, gechillte Hippy-Rap. Aber wenn ich die Wahl hätte würde ich ihn nehmen. Also Téo, falls du Bock hast, melde dich! (lacht)

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