Irre: Slipknot-Fans entfachen während Konzert Feuer vor Bühne

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 04.11.2021, 21:10 Uhr

IMAGO / Gonzales Photo/ Nikolaj Bransholm

Slipknot-Fans rasteten bei einem Konzert der Gruppe in Arizona völlig aus — und entzündeten vor der Bühne ein Feuer.

Bei einem Konzert der bekannten Metal-Band Slipknot am 2. November 2021 in Phoenix, Arizona kam es zu einem „Feuerspektakel“ der besonderen Art: Eine Gruppe von Fans entzündete vor der Bühne ein Lagerfeuer – und sorgte für eine Konzertunterbrechung.

Fans warfen Stühle ins Feuer

Wie unter anderem die US-amerikanische Musikseite „Blabbermouth“ berichtet, war die Stimmung im Ak-Chin Pavillon eigentlich gut: Kurz zuvor hatten die Fans dem  Slipknot-Gitarristen Mick Thomson (48) noch ein Geburtstagsständchen gesungen. Wenige Minuten später kam es plötzlich zu einem Feuer vor der Bühne. Laut den Berichten sollen Fans Stühle aus dem Zuschauerbereich genommen und in die Flammen geworfen haben.

In einem Fan-Video gibt es den Vorfall zu sehen:

So schildert die Feuerwehr den Vorfall

Ein Sprecher der örtlichen Feuerwehr erklärte gegenüber „Arizona Republic“, dass man in die Venue gerufen worden sei und dort einen „großen Brand“ vorgefunden habe, der „möglicherweise von Umstehenden auf der Veranstaltung ausgelöst wurde.“ Die Feuerwehr unternahm einen „aggressiven Löscheinsatz“, so der Sprecher. Verletzt wurde dabei niemand: „Das Feuer wurde gründlich gelöscht, ohne dass es sich auf das Hauptgebäude ausbreitete, und es gab keine Verletzten. Die genaue Brandursache wird derzeit untersucht, und bei diesem Vorfall wurden keine Personen vertrieben“, lautet das Fazit der Feuerwehr.

Slipknot-Fans bei einem Konzert der Band im Jahr 2020.

IMAGO / Gonzales Photo / /Lasse Lagoni

Band unterbrach Konzert

Einen großen Gefallen taten die vermeintlichen Brandstifter der Band und ihren Fans mit dieser Aktion nicht: Slipknot mussten das Konzert für eine knappe halbe Stunde unterbrechen, um dem Löscheinsatz nicht im Weg zu stehen. Anschließend enterte die Band zwar wieder die Bühne — spielte dann allerdings ein verkürztes Konzert. Laut der Website fielen unter anderem die geplanten Stücke „Spit It Out“ und „Duality“ der Kürzung zum Opfer. Die Band um Frontmann Corey Taylor (47) gab bislang zu den Vorfällen kein offizielles Statement ab. Auch, ob es bereits zu strafrechtlichen Verfolgungen kam, ist bislang nicht bekannt.

Es ist nicht das erste Mal, dass es bei Slipknot-Konzerten zu derartigen Ausschreitungen kommt. Im Dezember 2021 stürmten Fans wegen einer Konzertabsage auf einem Festival in Mexiko die Bühne und legten dort Feuer. Dabei wurden Equipment und Instrumente zerstört. (Redaktion KuT)