Jini Meyer: Ex-Luxuslärm-Frontfrau startet jetzt solo durch

Jini Meyer: Ex-Luxuslärm-Frontfrau startet jetzt solo durch
Jini Meyer: Ex-Luxuslärm-Frontfrau startet jetzt solo durch

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02.05.2021 19:32 Uhr

Ein jeder kennt diesen Song, der bis heute immer wieder im Radio gespielt wird: „1000 km bis zum Meer“. Dieser wunderbare Titel war 2008 der Start zu der fast 11-jährigen Karriere der Band Luxuslärm und ihrer charismatischen Sängerin Jini Meyer.

Im selben Jahr hagelte es Auszeichnungen: Bei der Preis-Verleihung des Deutschen Rock- und Popmusikerverband gewann Luxuslärm in den Kategorien „Beste Rockband“, „Beste Popband“, „Bestes Album“, „Bester Song“: Dazu kam der Publikumspreis und – natürlich – die Kategorie „Beste Rocksängerin“! 2009 gab es die 1 Live Krone in der Kategorie „Bester Newcomer 2009“, ein Jahr später eine Echo-Nominierung in der Kategorie „Bester Newcomer“.

?Jini Meyer: „Ich war ausgebrannt, brauchte eine Pause“

Jini Meyer zählt bis heute zu den besten Rock-/Popstimmen Deutschlands. Sie begeistert mit ihrer einzigartigen, jederzeit wiedererkennbaren Drei-Oktaven-Stimme – sowohl mit einer streichelnden Sanftheit, die den Hörer fast fühlbar in den Arm nimmt, bis hin zur power- und kraftvollen Rockröhre, die keine Fragen mehr offen lässt.

?Nach dem Ende von Luxuslärm (2016 verabschiedete sich die Band mit einem Top Ten-Album und einer ausgedehnten Tour von ihren Fans) nahm sich Jini Meyer zunächst einmal eine musikalische Auszeit: „Ich war ausgebrannt, brauchte eine Pause, wollte keine Promo-Termine mehr im Kalender haben, nicht mehr an Wochenende zu den Konzerten durch ganz Deutschland fahren, wollte einfach nur: Ruhe.“

?Und dann kam Corona

Bis sie nach zwei Jahren den Weg zurück zum Songschreiben fand und die wunderbare, hymnenartige Midtempo-Ballade „Ein letztes Glas“ erst zu Papier, dann auf CD brachte und damit treue Fans und Kritiker gleichermaßen überzeugte. Der Titel war sowohl ein Blick zurück zur Luxuslärm-Zeit, aber vielmehr auch ein großer Schritt Richtung Solo-Karriere.

Das erste Album „Frei Sein“ erschien dann 2019 und chartete direkt auf Platz 25 der deutschen Albumcharts. Die von den Fans sehnsüchtig erwartete „Frei sein“-Tour im Herbst ´19 schloss ein erfolgreiches Comeback-Jahr ab – über 5000 Zuschauer haben die sympathische Sängerin aus dem Sauerland gefeiert. Dann: Corona.

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Alles gestrichen

„Alle Akustik-Gigs, alle Sommerfestival-Termine in 2020 wurden gestrichen, stattdessen haben wir im Mai ´20 zwei Autokino-Konzerte auf einer 360-Grad-Bühne gespielt. Auf allen Seiten standen die Autos und entgegen meiner Erwartung hat es viel Spaß gemacht und mir viel Energie und der ganzen Band einen Hoffnungsschimmer gegeben. Die Leute haben in ihren Autos ordentlich mitgefeiert“, berichtet Jini Meyer vom alternativen Live-Geschäft in Corona-Zeiten.

„Außerdem haben zwei Freunde und ich ‚Covid-Concerts‘ ins Leben gerufen. Wir haben Musikerinnen und Musikern angeboten, unsere Räumlichkeiten zu nutzen und Konzerte streamen zu können, um dadurch Spenden einzunehmen. Auch wir haben zwei Konzerte gespielt“.

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„Ich fühl‘ für Dich“

Mit der neuen Single: „Ich fühl´ für Dich“ hat es Jini Meyer wieder einmal hinbekommen, eine mit Popelementen versehene Rocknummer zu schreiben und mit ihrer Stimme zu veredeln, deren Melodie sofort im Gehirn verankert wird – ein extremer Ohrwurm. Da ist kein Vorbeikommen, bzw. -hören. Am Ende des Songs darf – wie immer genial – der zweite Live-Gitarrist Freddy Hau die Saiten quälen.

Der Titel hat eine besondere Bedeutung für Jini: „Der Song bedeutet für mich, einen Abschluss mit 2020 zu finden und damit den Abschluss mit einer sehr toxischen Beziehung. Ich will den Weg zurück zu mir selbst finden; das Thema Selbstliebe spielt eine große Rolle – sich selbst wieder zu fühlen und zu spüren und sich nicht aufzugeben. Ich wollte das Thema eigentlich auf dem neuen Album nicht mehr ansprechen, aber ich habe gemerkt, dass es doch noch sehr wichtig war, diesen Lebensabschnitt für mich zu verarbeiten.“