Dienstag, 7. Januar 2020 07:39 Uhr

Johannes Oerding äußert sich kritisch zu Deutsch-Rappern

imago images / Future Image

Besonders im Deutsch-Rap werden die Newcomer derzeit mehr denn je mit Ruhm überhäuft. Einige der Musiker sind dabei noch nicht einmal volljährig. Einer der sich längst im Business etabliert hat betrachtet das allerdings kritisch. Johannes Oerding plauderte nun offen aus, was er von dem Hype um die Teenie-Rapper hält.

Immerhin schaffte er selbst erst mit Anfang 30 den Durchbruch. Ein Alter, in dem die Entwicklung der Persönlichkeit wohl abgeschlossen ist, sodass einem der plötzliche Erfolg nicht mehr allzu sehr zu Kopf steigen dürfte.

Quelle: instagram.com

„Es gibt keine gut ausgehenden Beispiele für Teenie-Stars außer vielleicht Justin Timberlake. Wenn dein Charakter in Ausbildung ist und dir passiert Ruhm, dann ist es klar, dass du durchdrehst. Da kommt es dann so stark auf dein Umfeld an, dass alles normal verläuft“, gab der 38-Jährige gegenüber der österreichischen „Kronen-Zeitung“ zu bedenken.

„Nichts ist für immer“

„Auch heute sehe ich Kollegen, gerade im Deutsch-Rap, die durchdrehen. Gleich eine Rolex, das fetteste Auto oder sie eröffnen eine Shisha-Bar. Der Bogen wird gespannt, abgeschossen und gib ihm. Das ist nicht gesund, denn nichts ist für immer“, erzählte er weiter. Konkrete Beispiele für Nachwuchs-Rapper nannte er dabei nicht.

Eines dafür wäre jedenfalls der gerade mal 13-Jährige Lil Shrimp aus Berlin. Allerdings ist der protzige Lifestyle vielleicht auch generell der Sparte des Hip-Hops geschuldet. Immerhin lassen es Popsänger wie Oerding ja generell etwas ruhiger angehen.

Dennoch hätte der „Alles brennt“-Sänger seine Bedenken wohl nicht treffender äußern können. Viele der jungen Künstler verlieren wegen der Musik nämlich nicht nur ihre Bodenhaftung, sondern auch den Blick auf perspektivische Dinge wie die Schule.

Das könnte Euch auch interessieren