Samstag, 2. November 2019 12:06 Uhr

Kim Petras: „Ich hoffe, dass ich bald hauptsächlich als Sängerin bekannt bin“

imago images / ZUMA Press

Die Kölnerin Kim Petras ist eine deutsche Sängerin, die wegen ihrer früh entdeckten Transsexualität hierzulande Dank ‚Stern TV‘ und später auch in den USA zu einiger Bekanntheit aufstieg. Nun wird sie in Nordamerika angeblich als „Pop-Prinzessin vom Schlage Britney Spears‘ gefeiert“. Nun plauderte Kim, die als Tim zur Welt kam, über ihre Musikkarriere.

Petras, die vor sechs Jahren nach Los Angeles gezogen war, sei bewusst, dass sie hierzulande als „die Transe aus dem Fernsehen“ bekannt sei, erzählte sie dem Hamburger Magazin ‚Stern‘. „Ich hoffe dennoch, dass ich bald hauptsächlich als Sängerin bekannt bin und nicht nur als die jüngste Transsexuelle Deutschlands oder der Welt oder was immer damals über mich geschrieben wurde.“

Kim Petras: "Ich hoffe, dass ich bald hauptsächlich als Sängerin bekannt bin"

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Es mache sie stolz, dass sie als Trans-Girl „nun ein regulärer Pop-Star werde. Darauf habe ich lange genug gewartet!“ Dem US-Magazin Billboard hatte Petras Ende September gesagt „Ich will ein riesiger Star werden!“

Das bekräftigte die 27-Jährige: „Will ich auch. Aber am Anfang waren die Plattenfirmen überhaupt nicht an meiner Musik interessiert. Ich bin immer los zu diesen Meetings mit einem Freund, der hat Gitarre gespielt, ich habe gesungen. (…) Ich wusste, es ging überall und immer nur darum, dass ich transsexuell bin. (…) Bei einem großen Label haben sie sogar gefragt, ob ich transsexuell bin, weil es gerade trendy ist. So als hätte ich beschlossen, mal vegan zu werden!“

Hier wollte keiner ihre Bubblegum-Musik

Die deutsche Musikindustrie sei hauptsächlich interessiert an Gitarren und Emo, so die Sängerin weiter. „Ich habe einfach niemanden gefunden, der mit mir Bubblegum machen wollte.“ Doch auch in Nordamerika sei es nicht einfach, plauderte sie aus dem Showbiz-Nähkästchen. „Viele Künstler haben mir erzählt, dass ihre Label ihnen verbieten, neue Songs zu veröffentlichen, damit sie nicht ins Fahrwasser eines größeren Stars aus dem gleichen Haus geraten. Da wird dann so eine aufstrebende Karriere total gestoppt, weil Taylor Swift ein neues Album rausbringt oder weil sich die ganze Firma auf The Weeknd konzentriert. Wie soll man da als neuer Künstler was werden!“ Deshalb habe die gebürtige Kölnerin nicht bei einem großen Label unterschrieben. Denn dann wäre sie schon „ge-shelvt“.

Was bedeutet das? „Sie behalten dich im Label, weil sie nicht wollen, dass du bei der Konkurrenz unterschreibst, aber sie geben dir kein Budget, du darfst nichts veröffentlichen.“

Kürzlich sei Petras nach west-Hollywood gezogen und dort fühlt sie sich offenbar wohl, wie sie weiter erklärt. „Ich liebe meine neue Nachbarschaft! (…) Vorher wohnte ich am Hollywood-Boulevard, dort, wo sich die Filmstar-Doppelgänger von den Touristen fotografieren lassen – so eine dreckige, scheußliche Gegend.“

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