Dienstag, 16. Oktober 2018 22:36 Uhr

Klan: Frische Popmusik aus deutschen Landen

Die beiden Brüder Stefan und Michael sind in Leipzig aufgewachsen mit Kirchenchor und Straßenmusik. Jetzt gibt es sie als Band und zusammen nennen sie sich KLAN. Ihre Fans sind sich sicher: Sämtliche Cluesos und Bosses dieses Landes können sich warm anziehen.

Klan: Frische Popmusik aus deutschen Landen

Foto: Dorothea Dittrich / Warner Music

Der eine wird Gitarrist und der andere geht nach Berlin, um dort Medizin zu studieren. Dort kommen sie 2016 als Musiker und Texter wieder zusammen und arbeiten an ihrer eigenen musikalischen Vision. Einem Sound, der urban und modern ist und Texten, die große Themen neu verhandeln: Familie, Liebe und das, woran wir glauben. Mit präzisem Blick für alle Risse, Brüche und Facetten vertonen und verkörpern sie die oft so gegensätzlichen Gefühle ihrer Generation.

KLAN gelten damit als einer der vielversprechendsten Newcomer der deutschsprachigen Musikszene. Das Debüt entstand in Zusammenarbeit mit Tim Tautorat, der bereits den Platten von Faber, AnnenMayKantereit oder den Kooks seine musikalische Handschrift gab.

Quelle: instagram.com

“Wann hast du Zeit?”

“Wann hast du Zeit?”, eine der quälendsten Fragen der Generation gleich im Titel, macht klar: den beiden geht’s nicht um netten Wohlfühlpop. Es geht um Sinnsuche, um eine neue gesellschaftliche Verantwortung, um klare Meinungen und digitale Gefühle. Stefan und Michael fassen die großen Themen ihrer Generation auf Albumlänge zusammen und finden Worte und Melodien dafür.

Arbeitsteilung unter Brüdern

“Wann hast du Zeit?” ist ein Album, das trotz der ernsten Themen aber nie schwerfällig oder bedrückend wird, sondern dabei immer eine Leichtfüßigkeit behält. Verantwortlich dafür sind das musikalische Gespür für Songwriting von KLAN und die Tatsache, dass sich die Brüder in ihren Fähigkeiten so gut ergänzen: aus jedem der selbst geschriebenen Tracks klingen die Persönlichkeiten der Künstler durch – Michael als Sänger und Texter mit direkter Sprache und feinem Witz und Stefan als Produzent und Gitarrist mit genreübergreifender Vielseitigkeit.

„Mama, mach dir keine Sorgen. Die mach’ ich mir schon selbst“

Da gibt es dann die jugendliche Melancholie in “Tropfen”, die Abkehr von der Liebe wie sie bisher war in “Lang lebe die Liebe” oder die Emanzipation von elterlichen und gesellschaftlichen Idealen in “Mama”. Letzterer Song erzählt dabei die Geschichte des Zweifels: dem der Mutter und dem des Kindes, sich für die eine Richtung zu entscheiden. KLAN bringen diesen inneren Konflikt aus Entdeckerlust und Unsicherheit, Neugier, Selbstbestimmtheit und den Abschied von der Unbeschwertheit auf den Punkt: „Mama, mach dir keine Sorgen. Die mach’ ich mir schon selbst.“

 

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