08.06.2020 19:46 Uhr

Klaus Beyer: Es gibt sie noch, die gute alte deutsche Countrymusik!

Foto: Jörg Lamster/ WetCat Studio Uslar

Nein, es war keine einmalige Aktion. Klaus Beyer, den man von zahlreichen Discofox-Titeln („Dein letzter Kuss“, „Hotel am Meer“) und Latin Songs ( „Rettungsring“, „Mit dir zum Mond“) her kennt, überraschte vor einigen Wochen mit einem Countrytitel („So ist mein Plan“).

Dass dies keine einmalige Angelegenheit sein soll, unterstreicht der Berliner mit seiner neuesten Veröffentlichung. „Sonnenlicht“heißt die Bluegrass-Nummer, mit der Klaus Beyer nicht nur musikalisch die Sonne aufgehen lässt. Fröhliche Melodien und kleine Komplimente, eingebettet in Original Nashville-Gitarren, Banjo und Satzgesang – da geht doch das Herz auf, das macht einfach gute Laune und die Straßen heller.

Klaus Beyer: Es gibt sie noch, die gute alte deutsche Countrymusik!

Foto: Jörg Lamster/ WetCat Studio Uslar

In der DDR im Gefängnis

Dass es auch dunklere Tage gibt, weiß der gebürtige Ostberliner nur zu gut. Zu Mauerzeiten geriet Klaus Beyer wegen angeblich versuchter Republikflucht seinerzeit monatelang in DDR-Haft, kam aber durch Freikaufaktion der Bundesregierung in den Westen. Hier ging seine musikalische Entwicklung Mitte der 1990er Jahre weiter, die zuvor Arndt Bause, der Vater von Inka, gefördert hatte.

Der brandneue Titel „Sonnenlicht“ wurde von ihm eingesungen in Jörg Lamsters WetCat Studio in Uslar. Die Instrumentierung erfolgte durch die Pat Lyons Band in Nashville/Tennessee.

„Country war eigentlich immer schon mein Ding“, lüftet Klaus Beyer, der sich neuerdings ganz countrylike mit Vollbart zeigt, ein Geheimnis. „Johnny Cash, Willie Nelson, Kenny Rogers, John Denver, später Garth Brooks und Keith Urban habe ich immer gern gehört“. Schieben wir die Wolken weg und gewöhnen uns jetzt an Bluegrass aus Berlin.