29.07.2020 17:10 Uhr

Kontra K kommt mit neuem Album: „Ich bin angefixt und will mehr“

Acht Alben in zehn Jahren, sechs davon in den Top 10, vier in Folge an der Spitze der deutschen Charts. Mehr als 5 Millionen verkaufte Tonträger. Bei Rapper Kontar K könnte es nicht besser laufen.

imago images / Future Image

Der 32-jährige hat das alles alleine geschafft. Nicht mit dem großen Hype, konstruierten Hit-Singles oder gekauften Klicks. Sondern mit guter Musik und mit Message. Mit HipHop, der loyal zu seinen Werten steht. Der sich nicht nur um sich selbst dreht, sondern sich Gedanken über die Menschen und die Welt macht.

Kontra K kommt mit neuem Album: "Ich bin angefixt und will mehr"

Niculai Constantinescu

„Ich hätte mir das alles niemals träumen lassen“

„Was in den letzten Jahren passiert ist, kann man nicht beschreiben“, sagt Kontra K. „Ich hätte mir das alles niemals träumen lassen. Wenn jetzt alles vorbei sein würde, wäre ich mehr als zufrieden. Aber es nicht vorbei – im Gegenteil: Ich bin angefixt und will mehr.“

Wer Kontra K kennt, der weiß, dass das nicht einfach nur eine Phrase ist. Warum auf den Erfolgen von Gestern ausruhen, wenn man im Jetzt die Grenzen eins ums andere Mal weiter verschieben, ja, sie sogar sprengen kann?

Quelle: instagram.com

„Ich liebe nun mal, was ich mache“

„Es heißt ja nicht umsonst ‚build your legacy‘. Ich liebe nun mal, was ich mache – und genau deshalb tue ich es auch 24/7.“ Schon während den finalen Sessions zu seinem letzten Album „Sie wollten Wasser doch kriegen Benzin“ arbeitet Kontra K an den ersten neuen Songs. Nicht mal ein Jahr später ist daraus ein neues Album geworden, das den Titel „Vollmond“ trägt.

„Vollmond“ ist ein Doppelalbum – die eine Hälfte beinhaltet Solosongs, die andere setzt sich aus Tracks mit Features des Who is Who der Deutschrap-Szene zusammen. „Ich wollte mit diesem Doppelalbum all jene Leute belohnen, die noch CDs und Boxen kaufen und allen etwas bieten, denen es wirklich noch um die Musik geht.“

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Die ganz großen Geschütze

Produziert wurde das Album in Gänze von The Cratez, die mit ihrem Sound und Zusammenarbeiten mit Künstlern von Bonez MC & RAF Camora bis Bausa oder Ufo361 den Ton in den deutschen Charts angeben. Gemeinsam einen Sound geschaffen, der eigen ist und doch auf Höhe der Zeit agiert und sich dennoch nicht darum schert, was gerade angesagt hat. Nicht mit Kalkül, sondern nach Gefühl.

Die Songs auf „Vollmond“ sind weder düster noch schwarzmalerisch, sondern positiv und blicken nach vorne. Sie scheinen ein Licht in das Dunkel. Auf der ersten Singleauskopplung „Puste sie weg“ macht Kontra K sich frei von allem Negativen. Zu einem Uptempo-Riddim, drückenden Bässe und dramatischen Streicher-Samples macht Kontra K sich frei von allem Negativen. Hass in der Luft? Druck auf der Brust? Sieben Sünden im Kopf? Einfach wegpusten. Den Rest macht schon der Wind.

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Der innere Wolf

Wer die „Vollmond“ hört, der wird merken, dass Kontra K den Titel nicht ohne Grund gewählt hat. Es ist der Geist des Albums, der jedem der Stücke innewohnt.

„Wenn man an einen Wolf denkt, hat man immer auch den Vollmond im Sinn. Denn wenn der Vollmond scheint, sind Wölfe am aktivsten. Sie gehen raus, auf die Jagd und holen sich, was ihnen zusteht. Genauso ist es bei mir. Jetzt gerade bin ich auf meinem absoluten Hoch. Alles, was danach kommt, ist Bonus.“