Montag, 12. November 2018 21:17 Uhr

Kyle: Dieser Netflix-Star rappt über seine kaputte Beziehung

Foto: Promo

Kyle (25) ist nicht nur ein sehr guter Musiker, sondern auch ein Schauspieltalent – nicht umsonst landete er jüngst die Hauptrolle im Netflix-Film „The After Party“. In seinem neuen Musikvideo zu „Babies“ kommen jetzt beide Talente zusammen.

Kyle: Dieser Netflix-Star rappt über seine kaputte Beziehung

Foto: Atlantic Records

In „Babies“ durchlebt Kyle die Szenen einer zerbrochenen Beziehung, aber nicht etwa auf bedrückende Art und Weise, sondern ganz im Gegenteil: in lauter fantasievoll gestalteten Settings und farbenfrohen Papiermaschee-Requisiten. So arbeitet Kyle unter anderem in einem Dating-Callcenter (Nummer: 1-800-LUV-FUNK), reitet auf einer „Love Bomb“ und bekommt von seiner Freundin auf dem Operationstisch das Herz herausoperiert.

Sein Vater brachte ihn zum Rappen

Neben Kyle spielt auch Songpartnerin Alessia Cara (22) im Video mit, unter anderem in der Rolle eines Pfeile schießenden Amor. Der Gute wusste schon in jungen Jahren, dass Musik seine Bestimmung ist. Und so begab sich der Rapper aus dem kalifornischen Ventura als Kind auf die Reise, eine der unverkennbarsten Stimmen in der Musikwelt zu entwickeln. „Eine meiner frühesten Erinnerungen ist, wie ich mit fünf Jahren bei uns in der Hauseinfahrt stehe und singe“, berichtet der heute 24-Jährige.

Seine Mutter spielte Rockbands wie Incubus, seine Großeltern hatten in ihrem Wohnzimmer stets Frank-Sinatra-Klassiker auf dem Plattenteller, und als er zehn war, führte ihn sein Dad in die Hip-Hop-Musik ein. „Wir waren im Auto und er haute Ol’ Dirty Bastards ‚Baby I Got Your Money’ rein“, erinnert er sich. „Danach begann ich sofort mit dem Rappen – gleich am nächsten Tag.“

Heute sind es Kyles Raps, die ihm eine treue Fangemeinde eingebracht haben und dafür sorgten, dass er zahlreiche ausverkaufte Touren im ganzen Land spielte und Millionen von Streams ansammelte, zuletzt ging seine Single „iSpy (feat. Lil Yachty)“ in den Charts durch die Decke. Kurz gesagt: Er macht mehr als deutlich, dass er in der nächsten Zeit Großes vorhat. Im unwiderstehlichen Ohrwurm „iSpy“ lieferte KYLE seine ganz eigene Version klassischer Kinderratespiele ab, angereichert um einen zeitgemäßen Social-Media-Dreh: „I spy with my little eye a girly I could get cause she don’t get too many likes”, singt KYLE in der Hook des Songs.

Er kommt nicht aus dem Ghetto

Als Kind bezog KYLE seine Inspirationen ursprünglich von mit allen Wassern gewaschenen Straßenrappern wie Jadakiss und Scarface, bevor er 2011 mit 17 Jahren zu seiner wahren Stimme fand, als er einen Freestyle über Gucci Manes „Lemonade”-Beat aufnahm. „Ich bin nicht unter harten Bedingungen aufgewachsen. Als Kind versuchte ich, wie sie zu rappen, aber es klang einfach nicht authentisch“, sagt er rückblickend.

Nun hat Hip-Hop einen Helden, der die gängigen Raster mit einer Liebe zu Videogames, Sci-Fi und Girls mit Lockenhaar durchbrochen hat. „In der High-School war ich ein Nerd und – in Anführungszeichen – Loser“, gibt er zu. „Aber ich habe meinen Weg gemacht, indem ich mich selbst akzeptiert habe, mich nicht darum geschert habe, was die anderen denken und einfach ein netter Typ bin.“

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