Donnerstag, 18. September 2014 21:50 Uhr

Laing plaudern übers neue Album, Männer und „Electric Ladysound“

Laing sollte spätestens jeder nach ihrem Megaohrwurm ‚Morgens immer müde‘ kennen. Das war ein ganz hippes Cover von Trude Herrs 60er Jahre-Schmonzette.

Laing plaudern übers neue Album, Männer und "Electric Ladysound"

Nun veröffentlichen die Damen ihr zweites Studioalbum, welches wieder vollgepackt mit eingängigen Beats und lustigen Texten ist. klatsch-tratsch.de traf die Berlinerinnen rund um Frontfrau Nicola Rost zur Plauderei über ihr neues Werk „Wechselt die Beleuchtung“ .

‚Wechselt die Beleuchtung‘ ist Euer zweites Album,  was ist diesmal anders?
Wir wollten ‚Paradies Naiv‘ weiterführen und brauchten uns gar nicht neu erfinden. Aber wir alle haben in den letzten Monaten einfach viel erlebt und auch viel gelernt. Wir haben letztes Jahr an die 80 Konzerte gespielt und so etwas geht natürlich nicht spurlos an einem vorbei. Wir haben viel über die Wirkung von Songs, Performance, Show und Tanz gelernt. Wir finden, die neue Platte klingt mehr nach Live!

Warum heißt das Album ‚Wechselt die Beleuchtung‘?
Zum einen ist es ein Song auf dem Album. Zum anderen soll es heißen, dass alles in einem anderen Licht betrachtet werden soll. Jeder Song hat sein eigenes Thema und jeder Song kann schließlich auch aus einer anderen Perspektive betrachtet werden. Denn in anderem Licht, kann alles irgendwie anders wirken. Als wir nach einem Titel gesucht haben, haben wir uns entschlossen, dass dieser Songtitel alles sehr gut zusammen fasst. Denn in der Popmusik geht es fast immer um Liebe und Gefühle und diese Themen wurden schon millionenfach besprochen. Und wir versuchen das eben aus einer Perspektive zu beleuchten, die eben noch nicht sooft angesprochen wurde.

Habt Ihr einen Lieblingssong auf dem Album und wenn ja warum?
Also uns gefällt ‚Dein, deiner am deinsten‘. Das ist eine Ballade, sehr ruhig und sehr schön. Fängt zwar im Moll an, geht gegen Ende aber doch sehr ab. Jedes Mal sitze ich da und bekomme Tränen in die Augen. Der drückt immer irgendwelche Knöpfe bei mir, man kann so herrlich dazu schmachten. Ein großartiges Lied.

Laing plaudern übers neue Album, Männer und "Electric Ladysound"

Bei eurem Song ‚Safari‘ müssen ja wieder einmal die Männer dran glauben…
Es ist ja nicht so, dass der Mann zu unserem Feindbild gehört, ganz im Gegenteil, wir sind denen eigentlich sehr wohl gesonnen. In ‚Safari‘ geht es eher ums Nachtleben, dass die unterschiedlichsten Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen sich an der Bar treffen und alle dasselbe tun. Wir haben natürlich eher die Männer als gewisse Tiere bezeichnet, aber da gibt es natürlich auch Frauen, zu denen das genauso passt. Wir haben für dieses Thema natürlich recherchiert – was waren wir unterwegs!

Auch bei ‚Zeig deine Muskeln‘ zieht ihr das männliche Geschlecht wieder auf oder?
Eigentlich wollen wir uns gar nicht wirklich lustig machen. Der Song ist gesungen aus der Perspektive einer Frau, die auch im Fitnessstudio ist und Workout macht. Es geht darum, dass in der einen Ecke die Männer sind und pumpen und in der anderen die Frauen auf dem Stepper in engen Leggings. Alle tun so, als ob sie nicht gucken, aber alle gucken natürlich auf den Anderen. Eigentlich soll es auch gar nicht heißen, wie peinlich seid ihr denn? Denn die Mädels stehen ja drauf, wenn die Jungs große Oberarme haben und die Jungs, wenn die Mädels die engen Hosen tragen. Eigentlich ist es ein unsexy Szenario und trotzdem wird da geflirtet was das Zeug hält.

Laing plaudern übers neue Album, Männer und "Electric Ladysound"

Ihr habt euren Sound einmal ‚Electric Ladysound‘ genannt, passt das immer noch zu euch?
Nein, das hatte mal jemand über uns gesagt und wir fanden dass es sehr gut passt. Stellenweise ist unser Sound auch sehr chansonhaft geworden. Wir haben unseren Sound erweitert, um organischere Klänge.

Bei euch gibt es einen kleinen Konstellationswechsel, was war denn der Grund?
Atina hat uns leider verlassen, die ursprünglich eigentlich Schauspielerin war. Und an ihrer Tür haben viele Schauspielprojekte geklopft, weswegen sie sich am Ende dafür entschieden hat. Auch Atina kam damals nachträglich dazu und es war bei uns schon immer so, dass wir bei Neubesetzungen immer zuerst im direkten Bekannten- und Freundeskreis suchen. Es ist auch ein sehr intimer Platz in unserem Leben, da will man ja auch jemanden haben, mit dem man auch auf lange Zeit auskommt. Deswegen haben wir geschaut, wer kann singen, wer hat Zeit und wer ist cool. Und am Ende war Larissa cool, konnte singen und hatte Zeit.

Laing plaudern übers neue Album, Männer und "Electric Ladysound"

Fotos: Max Parovsky

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