Montag, 17. Februar 2020 22:19 Uhr

Lizzo: „Wir reden ja auch nicht über eure Schw***größe“

Foto: imago images / UPI Photo

Sängerin Lizzo beschwert sich über die Doppelmoral von Männern und Frauen. In einem neuen Interview klagte sie Frauenfeindlichkeit und Bodyshaming von Männern an.

Dass US-Shootingstar Lizzo kein Blatt vor den Mund und ihren Körper nimmt, dürfte bekannt sein. Im Gespräch mit dem brasilianischen Sender TV Folha sprach sie am Dienstag offen über die Doppelmoral, gegen die sie ankämpfen will.

View this post on Instagram

Don’t forget to wobble today

A post shared by Lizzo (@lizzobeeating) on

 

Frauenfeindlichkeit muss aufhören

„Was ist schon konventionelle Schönheit?“ antwortete die 31-Jährige auf die Frage, wie ihre Landsleute auf sie und ihre unkonventionelle Schönheit reagierten. „Ich denke, dass Frauen immer kritisiert werden dafür, dass sie in ihren Körpern leben. Ich denke nicht, dass ich anders als die Frauen bin, die vor mir da waren und politisiert und sexualisiert wurden“.

Die Grammy-Gewinnerin sieht ein großes Problem in der Art, wie Frauen behandelt werden: „Dinge an ihnen, die wunderschön sind werden Makel genannt und dagegen müssen sie kämpfen. Ich bin in der Lage, das zu tun, was ich liebe, wegen diesen Frauen. Die sehen alle komplett anders aus. Sie sehen nicht alle gleich aus und sie alle haben mit derselben Art von Marginalisierung und Frauenfeindlichkeit leben müssen“

Quelle: instagram.com

„Wir reden auch nicht über eure Schwanzgröße?“

„Was sagt dir das über den Unterdrücker? Was sagt dir das über Männer? Reißt euch zusammen! Wir reden auch nicht über eure Schwanzgröße, oder? Wir sagen nicht: ‚Das ist ja eine unkonventionelle Schwanzgröße! Der ist einfach zu klein!‘ Wir lassen euch immer noch machen, was ihr wollt.“ Darauf bricht Lizzo in schallendes Gelächter aus, eine wohl eher verzweifelte Reaktion auf die traurige Realität. Immerhin dürften sie die drei Grammys aufmuntern, die sie gleich im ersten Jahr, in dem sie nominiert wurde, abräumte.

Das könnte Euch auch interessieren