27.11.2020 19:20 Uhr

„Love Island“-Henriks erstes Musikvideo: Will der uns hopsschlingeln?

Womanizer und "Love Island"-Teilnehmer Henrik Stoltenberg hat seinen ersten Song bei YouTube gedroppt. Au weia... Die ersten Reaktionen sprechen Bände!

Foto: El Cartel/ Grafik Ron Dale

Es ist soweit: In der Musikwelt gibt es einen neuen Stern am Himmel. Oder ist es doch nur eine Sternschnuppe, die schnell verglüht? Naja, wie dem auch sei: Henrik Stoltenberg (24) macht Musik!

Der ehemalige „Love Island“-Teilnehmer hat seine erste Single mit dem Titel „Bonflonzo“ veröffentlicht, zusammen mit dem dazugehörigen Musikvideo. Und das Ganze ist… Nun ja… Interessant.

„Bonflonzo“ eher instabil

Der Song heißt natüüürlich „Bonflonzo“ und der Titel macht dem Track wirklich alle Ehre: Bis auf wirre, kurze Phrasen und Wörter, sowie X Wiederholungen hat der Song nur noch einen ganz netten Beat zu bieten, und auch der wird immer wieder mit komischen Einwürfen von Henrik unterbrochen.

„Ich glaub‘ ich werd‘ ’n bisschen schlampig in der Schlirne“, fängt Henrik den Song ganz gediegen an. „Oh Bonflonzo“, hängt er dann geistig wertvoll hinten dran. Und bis auf ein paar „Schöööne Dame“ hat der Song auch nicht viel mehr zu bieten. Die stabile Ausstrahlung, die Henrik sich wünscht, fehlt hier eindeutig.

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Hä, was soll das?

Wer sich nun fragt, was es mit dem Kauderwelsch auf sich hat, der hat vermutlich nicht die diesjährige „Love Island“-Staffel gesehen. Denn Henrik Stoltenberg fiel dort vor allem durch seine Penis-Proll-Sprüche auf, wie z.B. „Mein Penis ist mein bestes Körperteil, weil er die perfekte Form und Größe hat“.

Aber auch durch seinen ganz eigenen „schlopprigen“ Wortschatz. Das wären die absolut frei erfundenen Worte à al Bonflonzo, Bon Schlonzo, Lumpenflimmel oder schlobbriger Lobbes. Wer hätte da gedacht, dass er tatsächlich der Enkel des 2001 verstorbenen deutschen CDU-Politikers Gerhard Stoltenberg ist?

Diese Fantasiewörter ergeben aneinander gereiht, taadaa, den kompletten Songtext von „Bonflonzo“. Wer braucht schon professionelle Songwriter, wenn es Henrik gibt?

Ist das noch Malle-Niveau?

Der Beat des Songs geht eigentlich total klar, das muss man dem Produzenten ja lassen. Mit etwas weniger grenzdebilen Texten könnte der Song vielleicht sogar ein richtiger Malle-Klassiker im Bierkönig werden! Die Lyrics, also einfach willkürlich irgendwo ein „sch“ vorhängen (siehe „Schlirne“) oder Wortneubildungen, sowie wirr durcheinander gerufene Phrasen, die ohne Kontext eigentlich sinnlos erscheinen, gleicht der eines Bierkönig-Besuchers überraschend genau. Das jedoch als Song verkaufen zu wollen… Da fühlen sich vermutlich sogar Ballermann-Partyelefanten in ihrem Intellekt beleidigt.

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Henriks Video rettet nichts

Das passende Musikvideo fühlt sich richtig verboten an – keine Überraschung, denn Corona-Regeln werden da mit Füßen getreten. Zu acht tanzen vier Mädels und drei Jungs (alle bekannt aus einschlägigen Trash-Formaten wie „Ex on the Beach“ und Co.) an der Seite von Henrik und erfüllen so ziemlich jedes Malle-Musikvideo-Klischee, das es gibt: Alkohol, halbnackte, aufreizend tanzende Frauen, Party, Privatjet. Nur eben nicht so hochwertig, wie amerikanische Stars wie Flo Rida und Taio Cruz es tun, sondern eben… seichter.

Eine bunte Blumenkette aus dem Ramschladen hier, ein fünf Euro Sekt da, irgendwo dazwischen noch eine Party-Luftschlange und fertig ist das Musikvideo. „Schöööööne Idee“, waren vermutlich seine Gedanken, bei der Entwicklung des raffinierten Videokonzepts!

Und dass die Corona-Maßnahmen hier missachtet wurden, wäre auch nicht das erste Mal für Henrik

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Das sagt YouTube

Die ersten Resonanzen zu Henriks Musik auf YouTube sind so, wie man es erwartet würde – nach etwa zwei Stunden knapp 300 Likes, und fast 1700 Dislikes. Erwartet uns etwa ein „Wap Bap“-2.0?!

Kritische Zeilen führen die Kommentarspalte des Videos an: „Der Song übertrifft meine Erwartung. Ich denke, wir wussten alle es wird peinlich, aber was ist DAS denn bitte für’n Abfalleimer?“, lautet ein Kommentar. Ein weiterer fasst die Kommentarsektion perfekt zusammen: „Könnt ihr bitte mal aufhören so viele negative Kommentare zu schreiben? Ich kann nicht alle liken“.

Tja, lieber Henrik: Satz mit X… Ach, und übrigens: „hopsschlingeln“ bedeutet im Henrik’schen Duden so viel wie „veräppeln“.

(AKo/TT)