Donnerstag, 16. Mai 2019 13:05 Uhr

Madonna beim ESC: Was hinter dem Auftritts-Chaos steckt

Madonna ist angeblich mit 30 Tonnen Gepäck in Israel gelandet. Die ‚Medellín‘-Sängerin geriet wegen ihrer geplanten Performance beim Finale des ‚Eurovision Song Contests‘ in Tel Aviv am 18. Mai ins Kreuzfeuer. Doch trotzdem will sie sich nicht von ihrem Auftritt abbringen.

Madonna beim ESC: Was hinter dem Auftritts-Chaos steckt

Foto: Dan Jackman/WENN.com

Die Sängerin landete bereits in der Nacht zum Mittwoch in der israelischen Hauptstadt. Und das mit nicht gerade wenig Gepäck. Wie ‚Rak Be Israel‘ berichtet, kam die Pop-Diva mit 30 Tonnen Gepäck inklusive Technik  in Tel Aviv an. Dazu soll auch ein spezieller Lift gehören, der später auf der Bühne aufgebaut werden soll. Hinzu kommen Licht, Sound und Projektionsgeräte.

Zutritt zur Halle verwehrt

Aber auch ihr Team besteht aus angeblich 130 Personen, darunter 25 Tänzer, 40 Sängerinnen und mehrere Choreografen. Andere Quellen reden von 75 Leuten. Pikant: Der Auftritt ist bislang noch nicht offiziell bestätigt worden. Der israelische TV-Sender Kanal 12 hatte berichtet, die Sängerin und ihr Team dürften erst dann in die Halle im Convention Center zum Proben, wenn der Vertrag nicht unterzeichnet sei. Eine Sprecherin des Eurovision Song Contest bestätigte dies zunächst nicht. Am Mittwoch hatte sie gesagt, der Vertrag sei noch nicht unterschrieben.

Der Veranstalter EBU habe dem Bericht zufolge Madonna den Zutritt zur ESC-Bühne zunächst verwehrt, gestatte dann aber zwei Stunden.

Bei dem Problem mit der Vertragsunterzeichnung geht es wohl darum, dass Madonna ihren Hit „Like a Prayer“ performen will. Aber nicht alle Rechteinhaber an dem Hit von 1998 hätten der EBU dazu ihre Zustimmung gegeben. Der brisante Hintergrund: Madonna plane, einen Song mit „politischen Inhalten“ zu performen, doch die Europäische Rundfunkunion (European Broadcasting Union) betont seit Jahren stets gebetsmühlenartig, der ESC sei unpolitisch. Es bleibt also spannend, ob die Diva sich am Ende durchsetzt.

Die Kosten für den Auftritt von schätzungsweise rund 1,15 Millionen Euro will demnach der israelisch-kanadische Geschäftsmann Sylvan Adams tragen.

Politische Botschaft

Stars wie Roger Waters, Mitbegründer von Pink Floyd, hatte dazu aufgerufen, den Song Contest wegen der Besetzung des Westjordanlands zu boykottieren.

Nach der zunehmenden Kritik an ihrem Auftritt begründete die Sängerin kürzlich ihren Auftritt gegenüber ‚Reuters‘: „Ich werde niemals aufhören Musik zu machen, nur damit es jemand anderem in die politische Agenda passt, genauso wenig wie ich aufhören werde gegen die Verletzung von Menschenrechten zu kämpfen, egal wo auf der Welt das auch ist. Mein Herz bricht jedes Mal, wenn ich von diesen unschuldigen Leben höre, die in dieser Region verloren sind und wegen der Gewalt, die schon so lange herrscht, nur um die politischen Ziel von Menschen zu erreichen, die von diesem alten Konflikt profitieren. Ich hoffe und bete, dass wir uns bald aus diesem schrecklichen Kreislauf der Zerstörung befreien können und einen neuen Weg in Richtung Frieden gestalten können.“ (KT/dpa)

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren