Freitag, 1. Juni 2012 01:29 Uhr

Madonna: Verhaltener Welttournee-Start mit Riesenpanne in Tel Aviv

Popdiva Madonna startete am Donnerstag ihre mit Spannung erwartete Welttournee ‚MDNA‘ in Tel Aviv. 32.000 israelische Fans und 400 Journalisten aus aller Welt waren im Ramat Gan Stadium dabei, 5.000 Plätze blieben angeblich frei und manche zahlten bis zu 1.000 Euro für das Ticket.

Anderen Berichten zufolge war die Show mit 35.000 Plätzen ausverkauft.

Der Sound war nicht überragend, die Show der 53-Jährigen wie stets aber perfekt durchchoreographiert. Technoid, professionell. Herzlos. 80 Millionen Euro soll die High-Tech-Bühnenausstattung inklusive eines pompösen Backstage-Bereiches gekostet haben.

Doch es fing schlimm an: Das Opening der zweistündigen Show mußte aus technischen Gründen gestoppt werden, das Konzert begann dann schließlich mit 50-minütiger Verspätung um 21.45 Uhr. Dabei hatte die eiserne Lady doch knapp eine Woche in Tel Aviv geprobt!

In ersten Medienberichten wird moniert, dass die Diva zuviele noch unbekannte Songs aus dem neuen Album in die Show packte und dadurch wurde die Euphorie des Publikums immer wieder abgebremst.

Die madonnaesken, aber auch branchenüblichen Provokationen ließen auch nicht auf sich warten: Sie fuchtelte mit Pistolen herum, zeigte in Einspielern eine Vergewaltigung, sich selbst als Hitler, hatte angedeuteten Sex mit ihrem angeblichen Lover Brahim Zaibat (der sie auch nach Israel begleitete) und beschimpfte Lady Gaga.

Das alles gehört wohl dazu, um ein paar Schlagzeilen zu liefern.

Madonna richtete aber auch ganz engagiert einen Friedensappell an ihr Publikum, appellierte an den Frieden im Nahen Osten. „Ich habe mich für den Start meiner Welttournee in Israel aus einem ganz besonderen und wichtigen Grund entschieden. Sie können nicht ein Fan von mir und nicht für den Frieden der Welt sein. Wir alle bluten in der gleichen Farbe. Wenn wir alles über unser Ego und unsere Titel und die Namen unserer Länder und unserer Religionen stellen, und alle um uns herum mit Würde und Respekt behandeln, dann sind wir auf dem Weg zum Frieden.“

Und an anderer Stelle fügte sie hinzu: „Wenn es hier im Nahen Osten Frieden gibt, kann es Frieden auf der ganzen Welt geben.“
Madonna wird bis Anfang 2013 noch 83 weitere Konzerte geben und rund 2,5 Millionen Konzert-Besucher rund um die Welt glücklich machen. Hoffentlich.

Madonna wird mit ihrer Tour auch nach Deutschland kommen. In Berlin steht sie am 28. und 30. Juni auf der Bühne, ein weiteres Konzert gibt sie am 10. Juli in Köln.

Foto: wenn.com

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