05.08.2020 12:13 Uhr

Matthias Schweighöfer über sein 2. Album, Eifersucht und eine neue fiese Rolle

Er hat viel Neues in der Pipeline. Matthias Schweighöfer veröffentlicht sein zweites Album und ein Politdrama kommt auch ins Kino. Da zeigt er sich von seiner fiesen Seite - als der "Schlächter von Lyon".

imago images / Tinkeres

Filmemacher und Musiker Matthias Schweighöfer kann mit Kritik an seinen Musikalben und Gesangskünsten besser umgehen als mit kritischen Bemerkungen über seine Filme. „Die Musik bin zu tausend Prozent ich, aber ich finde, das ist auch viel Geschmackssache. Man hört das gern oder eben nicht“.

Kritik schmerzt auch

Das sagte der 39-Jährige Tausendsassa in einem Interview der neusten Ausgabe des Magazins „Playboy“. „Beim Film tut ein ,Belanglos‘ schon eher weh, weil ich da viele Möglichkeiten habe, es sehenswert zu machen: Musik, Look, Figuren, Motive. Ich mache mir darüber viele Gedanken, und mir bedeutet das viel. Wenn dann jemand sagt: ,Laaangweilig‘, gibt es auch Tage, an denen ich das weniger gut wegstecke“, so der vielfach mit Preisen geehrte Schauspieler, Regisseur und Produzent, der im September sein zweites Musikalbum („Hobby“) auf den Markt bringt. Er mache Musik „nicht, weil ich mich für wahnsinnig stimmengesegnet halte, sondern weil es mir unendlich viel Spaß macht“.

„Wenn jemand sagt, der hat aber ’ne dünne Stimme, dann hat er Recht. Wenn er dabei trotzdem mit dem Fuß wippt, freut mich das.“

Schweighöfer und Eifersucht

Eines der neuen Songs dreht sich um Eifersucht. Dazu sagte der Star: „Ich finde, Eifersucht ist ein absurdes Gefühl. Weil eben meist klar zu belegen ist, dass man seine Unsicherheit auf sein Gegenüber projiziert. Und trotzdem ist kaum jemand ganz frei davon, weil es einen Haufen an Ängsten bündelt: Verlustangst, die Angst, abgewiesen zu werden, nicht zu genügen, nicht geliebt zu werden, so wie man ist.“

Schweighöfer spielt Gestapo-Chef Barbie

Als Schauspieler überschreitet Schweighöfer erweitert sein Rollenprofil im neuen Kinofilm „Résistance – Widerstand“, in dem er den Gestapo-Chef Klaus Barbie spielt. Gezögert habe er bei der Annahme der Rolle nicht, so der Kinostar gegenüber dem Playboy: „Im Gegenteil. Auch wenn man das nach Drehschluss schwer abstreifen kann – da gibt es viele du?stere Gedanken. Aber natu?rlich will ich diesen Klaus Barbie in aller Grausamkeit zeigen. Nicht nur aus Gründen der Eitelkeit, weil ich zeigen will, dass ich auch andere Rollen spielen kann. Sondern weil die Menschen sehen sollen, wozu wir imstande sind. Wir dürfen das niemals vergessen.“

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Kaum Zeit für Privates

Musik, Film und dann noch die eigene Produktionsfirma Pantaleon? Wann bitte findet der zweifache Vater dann mal Zeit gar nichts zu tun?

„Eine Stunde und zwei Minuten“, sagte Schweighöfer. „Aber nur, wenn ich mich bewusst hinsetze und lese oder meditiere. Eigentlich kann ich nie still sitzen. Das hat mit meiner Geschichte zu tun und damit, woher ich komme. (…) Die schönste Ruhephase habe ich heute, wenn ich mehrere Stunden Auto fahre. Da fu?hle ich mich ruhig, bin aber trotzdem in Bewegung.“ (PV)