Mausio über seinen neuen Hit, Hate und Warten im Lockdown

Mausio über seinen neuen Hit, Hate und Warten im Lockdown
Mausio über seinen neuen Hit, Hate und Warten im Lockdown

@ Warner Music

18.04.2021 19:30 Uhr

Seit Mausio vor ziemlich genau einem Jahr bei Warner Music unterschrieb, hat er das Tempo beständig hochgehalten.

Mit Singles wie „Care To Know“, „Acidbounce”, „You and Me” und „Love In Your Eyes“ baute er seine bereits große Fangemeinde weiter aus und blickt inzwischen auf über 60 Millionen Streams seiner Musik, über 555.000 monatliche Spotify-Hörer und eine breite mediale Aufmerksamkeit.

Mit seiner neuen Single „Spread Love” (feat. Bibiane Z) nutzt der angesagte DJ/Producer seine Plattform nun, um sich in den Dienst einer größeren Sache zu stellen: den Kampf gegen Hass und Mobbing im Internet. Wir trafen ihn zum Interview.

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Mausio, wie bist du eigentlich zur elektronischen Musik gekommen?
Das erste Mal in Kontakt kam ich mit elektronischer Musik durch Freunde, die mir Skrillex zeigten. Ich war extrem begeistert von dem innovativen Sound, da ich zu dem Zeitpunkt eigentlich viel Hip Hop gehört habe und mir diese Art von Musik komplett unbekannt war. Ich wollte früher immer mal rappen, hab mich aber nie wirklich getraut, oder vielleicht war eben nicht genügend Ehrgeiz da, mich wirklich damit zu beschäftigen. Ich meine ich war glaube ich 15 zu dem Zeitpunkt.

Dein neuer Song, der gerade herausgekommen ist, heißt „Spread Love“. Erzähl uns was über die Nummer.
Ich war schon immer ein großer Fan vom Sound der 80er. Diese Art von Musik macht mir grundsätzlich gute Laune und ich finde es extrem cool, dass so viele Künstler den Style gerade wiederbeleben und ihm eine moderne Note geben. Ich habe Bibiane zu einer Songwriting Session vom Bahnhof abgeholt und auf dem Weg ins Studio haben wir verschiedene 80s Songs gehört und waren direkt total inspiriert, unsere eigene Interpretation davon zu produzieren. Noch am selben Abend hatten wir den ersten Entwurf des Songs fertig.

In der Woche darauf war ich zu Besuch bei meiner Mutter und habe ihr verschiedene Projekte gezeigt, an denen ich zu der Zeit gerade arbeitete. Einer davon war einer der ersten Versionen von „Spread Love“. Ihre Augen fingen an zu strahlen und sie begann durch die Wohnung zu tanzen. Das hat mich unglaublich berührt und glücklich gemacht und mir wurde sofort klar, dass ich diesen Song unbedingt fertig machen muss. Das Projekt wurde dann sehr aufwendig, weil ich den Mix so sauber und perfekt wie möglich gestalten wollte, ohne dabei meinen Signature Sound zu verlieren. Nach Monaten langer Arbeit und unzähligen Versionen, war ich endlich super zufrieden und habe den Song zum finalen Mastering geschickt.

Zu Deinem neuen Track hast Du eine Kampagne gegen Hate im Netz gestartet. Bist Du damit selbst schon mal konfrontiert worden?
Ja und nur weil ich persönliche Erwartungen von einzelnen nicht erfüllt habe. Da kommt auch schon mal eine Direct Message, die in die Richtung einer Morddrohung geht. Klar ist das nicht wirklich ernst gemeint, aber ich schaue auch oft in Kommentarspalten von öffentlichen Personen und bin erschrocken über den Ton, der dort herrscht. In der Anonymität versteckt, laden viele ihren Hass komplett ungefiltert ab. Dies hat dann meist nichts mehr mit Kritik zu tun, sondern wird beleidigend und unfair. Wenn dir etwas nicht gefällt, dann scroll halt weiter. Aber einfach unter jeglicher menschlichen Würde, Kommentare ins Internet zu stellen, ist einfach falsch.

Mausio über seinen neuen Hit, Hate und Warten im Lockdown

@ Warner Music

Was sind Deine musikalischen Vorbilder?
Definitiv Skrillex und Travis Scott. Das sind für mich Künstler, die sich immer wieder neu erfinden.

Seit letztem Jahr bist Du bei Warner Music unter Vertrag. Was hat sich dadurch für Dich verändert?
Nichts, ich mache weiter wie bisher.

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Was steht bei Dir dieses Jahr noch an?
Rumsitzen und warten bis das Live-Geschäft wieder losgeht. Nein, Spaß beiseite. Natürlich hoffe ich, dass es so langsam mal wieder einen festen Termin gibt, an dem man weiß, dass wieder Auftritte möglich sind. Wir arbeiten mit dem Team intensiv an Planungen und sind 150 Prozent bereit, wenn die Welt in ihren Normalzustand zurückkehrt. Es zerreißt mich einfach, dass die gewohnte Nähe zu meinen Fans über mittlerweile einen so langen Zeitraum, nur digital stattfinden kann. Dafür macht man das hier nicht.

Ich nutze die Zeit weiter intensiv im Studio, habe einige Singles in Planung und arbeite auch an Remixen und Collabs, über die ich aber gerade noch nicht sprechen kann.“