Samstag, 21. Juli 2018 09:34 Uhr

Mike Shinoda: Konzert für Chester war „hart“

Mike Shinoda gestand ein, dass es „super hart“ war, das Konzert zu Ehren von Chester Bennington zu organisieren. Der Linkin Park-Frontmann hatte sich am Freitag (20. Juli) vor genau einem Jahr selbst das Leben genommen und nun hat der Co-Gründer der Band über die Herausforderungen gesprochen, die das Tribute-Konzert bereithielt.

Mike Shinoda: Konzert für Chester war "hart"

Brad Delson, Mike Shinoda, Rob Bourdon von Linkin Park. Foto: Nicky Nelson/WENN.com

Bei der Show auf der Bühne der Hollywood Bowl hatten sich im vergangenen Oktober extrem kurzfristig hochkarätige Stars wie Blink-182, Korn und Avenged Sevenfold versammelt, um dem Star zu Ehren einige Songs zu präsentieren.

Gegenüber ‚NME‘ verriet der 41 Jahre alte Musiker, dass das Event emotional viel von ihm und seinen Bandkollegen abverlangt hat. Er erklärte: „Es brauchte sechs Wochen Proben, bis wir an dem Punkt waren, die Show spielen zu können. Die Anstrengung, diese Show zu proben, für jeden der Jungs. Das war heldenhaft; sie widmeten sich dem Finden der richtigen Leute und dem Finden der richtigen Songs für sie. Es war wirklich großartig, aber super, super hart umzusetzen. Unser längstes Set davor war 90 Minuten lang, das hier waren drei Stunden, ein Marathon. Wir fielen anschließend im Umkleideraum auf den Boden und sagten ‚Oh mein Gott, ich kann mich nicht bewegen‘. Unsere Gehirne waren einfach Brei.“

Viele Songs in neuen Tonlagen

Die Band hatte nicht nur das Gesangsarrangement für jeden Song ändern müssen, um es auf die jeweilige Stimme anzupassen, sondern hatte auch mit den Gefühlen tiefer Trauer zu kämpfen, weil ihr Freund nicht mehr mit ihnen auf der Bühne stehen konnte. Shinoda beschrieb den Auftritt als „psychische Gymnastik“ und erklärte: „Die große Spannweite von Gastsängern bedeutete auch, dass die Band gezwungen war, von ausgetretenen Pfaden abzuweichen und Songs in komplett neuer Tonlage zu spielen. Es erforderte das Neuerlernen […] unseres eigenen Materials. […] Die psychische Gymnastik daran war hart und gleichzeitig denke ich, dass es Sch**** ist, das ohne Chester zu tun.“

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