Monchi: Die fette Wahrheit über den Feine-Sahne-Fischfilet-Sänger

dpadpa | 02.11.2021, 09:19 Uhr
Der Sänger von Feine Sahne Fischfilet: Jan «Monchi» Gorkow schreibt «Buch über's Fettsein».
Der Sänger von Feine Sahne Fischfilet: Jan «Monchi» Gorkow schreibt «Buch über's Fettsein».

Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Er ist Sänger, Provokateur und ein Freund ehrlicher Worte: „Monchi“, der Sänger der Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ macht nun seinen Kampf gegen sein hohes Gewicht publik: ein Diätbuch der anderen Art.

Der Sänger der Punkband Feine Sahne Fischfilet hat ein Buch über seine Gewichtsprobleme und den Umgang damit geschrieben.

Ein dickes Buch

„In erster Linie habe ich ein Buch über’s Fettsein geschrieben“, wird der als „Monchi“ bekannte Sänger in einem Instagram-Post seiner Band vom Montag zitiert. Vor zwei Jahren habe er 182 Kilogramm gewogen und innerhalb eines Jahres 65 Kilogramm abgenommen.

In dem Buch gehe es um die Erfahrungen und Rückschläge dabei sowie um die Vergangenheit, Jugend und die zurückliegenden Jahre des Musikers, der mit bürgerlichem Namen Jan Gorkow heißt. „Es ist ganz einfach ein Buch über die Frage und die Antwort, darüber warum so’n vorpommerscher Hoschi wie ich irgendwann mehr wog als seine Mutter und Fatter zusammen.“

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Fette Sache

Monchis Buch trägt den Titel „Niemals satt… Über den Hunger auf’s Leben und 182 Kilo auf der Waage“ und soll im Frühjahr erscheinen. Der Verlag Kiepenheuer & Witsch zitiert ihn mit den Worten: „Ich wiege 120 Kilo und fühle mich wie ein Schmetterling.“

Angefangen hat die Band Feine Sahne Fischfilet 2007 noch zu Schulzeiten der sechs Bandmitglieder. Die Bandgeschichte steckt voller Punk, so galten ihre Texte zunächst als zu sexistisch (mittlerweile sehen sie das selbst so), später konzentrierten sie sich mehr auf politische Inhalte und positionieren sich bis heute klar gegen Rechtsextremismus. Die ersten beiden Alben sind sehr undergroundig und wenig kommerziell, verkaufen sich dennoch optimal.

Mehr und mehr

Spätestens der 2018 zuletzt erschienene Longplayer „Sturm und Dreck“ sorgt dafür, dass die Band über die mecklenburgischen Heimatgrenzen hinaus bekannt wird. Durch ihre radikalen Texte werden sie regelmäßig von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Inhalte untersucht und auch der Verfassungsschutz hat ein Auge auf die Band. Das ist ein unbezahlbares Marketing. Echter Punk eben. Doch wie den rechtsradikalen Angriffen, denen sie ständig ausgesetzt sind, trotzen sie auch den staatlichen Behörden.

dpa-infocom/KT