Donnerstag, 21. Juli 2011 00:52 Uhr

New Yorker Duo „Cults“ startet mit Debütalbum durch

München. Goldfrapp war gestern. Jetzt kommt ‚Cults‘. Brian Oblivion und Madeline Follin hatten vermutlich nicht die leiseste Ahnung, was passieren würde, als sie im letzten Frühjahr einen Bandcamp-Account mit drei Songs eröffneten.

In Windeseile machten die zuckersüßen Electro/Indie-Popsongs des Duos (u.a. das hypnotisierende „Go Outside“) die Runde und sorgten mit ihrer sensationellen Indie-Blog-Popularität bei musikalischen Style-Tastemakern wie dem NME, Pitchfork, Gorilla Vs Bear und dem Guardian für euphorisierte Empfehlungen.

Auch die britische Sängerin Lily Allen wurde auf die beiden New Yorker aufmerksam und machte sie flugs zum ersten Signing ihres neuen (Sony-)Labels In The Name Of.

Neben der Produktion des selbst betitelten und -produzierten Debütalbums (mit etwas Unterstützung von Studio-Hotshot Shane Stoneback (Vampire Weekend, Sleigh Bells, M.I.A.) erarbeiteten sich die beiden ursprünglich aus San Diego stammenden Musiker einen Ruf als hervorragende und auf-keinen-Fall-zu-verpassende Liveband – u.a. im Rahmen einer Handvoll Dates in Großbritannien im Februar.

„Viele unserer Songs handeln davon, was wir gerade durch machen – die Angst vor dem Erwachsenwerden und die Konfrontation mit den dadurch verbundenen Verantwortungen“, sagt Brian. „

Und auf gewisse Art und Weise ist es genau diese Angst, die die Menschen dazu treibt, sich einem Kult oder einer Sekte anzuschließen und damit dem allgemeinen Wettbewerb und Erfolgsstreben zu entfliehen, um Teil eines größeren Ganzen, Gemeinschaftlichen zu werden. Auch wir wollen unser eigenes Leben leben, nach unseren eigenen Zeitmaßstäben und Erwartungen. Möglicherweise ist unsere Band so etwas wie unser eigener Kult.

fotos: Martin San Miguel, Ben Pier

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