No Angels: So reagiert das Netz auf ihr Comeback

No Angels: So reagiert das Netz auf ihr Comeback

Foto: TVNOW / Frank Dicks

15.02.2021 16:05 Uhr

Es ist vermutlich die Pop-Sensation des Jahres: Die No Angels feiern nach rund 20 Jahren ihr Comeback. Mit mehr als fünf Millionen verkauften Alben sind sie bis heute die erfolgreichste Girlband Deutschlands.

Pünktlich zu ihrem 20. Jubiläum haben vier der ursprünglich fünf No Angels ihre Hit-Single „Daylight in Your Eyes“ neu eingesungen und remixen lassen. Am vergangenen Sonntag trafen nun Lucy Diakovska, Nadja Benaissa, Sandy Mölling und Jessica Wahls erstmals nach zehn Jahren wieder aufeinander – vor laufenden Kameras.

„Fühlt sich alles so anders an“

„Es fühlt sich alles so anders an, weil so viele Jahre dazwischen liegen“, beschreibt Rotschopf Lucy die Reunion im Gespräch mit RTL. „Unsere Energie heute ist eine andere, unser Verständnis füreinander, anders ist sowie die Kenntnisse über uns, die Welt, die No Angels. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr entwickelt sich der Mensch. Und genau das haben wir in den letzten Tagen gemeinsam gemerkt.“

Und auch Fan-Liebling Sandy kann ein paar Freudentränchen nicht verkneifen: „Die ganzen Erinnerungen wurden natürlich durch unsere Fans ausgelöst. Sie haben uns auch wieder richtig in diese Zeit rein katapultiert. Dadurch konnten wir wieder die Gefühle genießen, die wir damals gespürt haben. Das ist wirklich sehr rührend. Da ist schon das ein oder andere Tränchen gekullert vor Nostalgie.“

Kommt bald neue Musik von den No Angels?

Doch wie fühlt sich das No Angels-Comeback für die Fans an? Schließlich entscheiden vor allem sie, wie es mit den Gewinnerinnen der allerersten „Popstars“-Staffel weitergeht. Aber: Natürlich entscheidet auch der Erfolg der Comeback-Single darüber, wie es weitergeht. Man wolle abwarten und „Babyschrittchen machen“, verrieten die Vier. Schließlich sei auch alles extrem schnell und überraschend für sie mit dem Comeback gekommen.

Was sich definitiv sagen lässt, ist, dass der neuste No Angels-Song bei den Streaming-Portalen sehr gut läuft, allerdings gehen die Geschmäcker auch hier extrem auseinander. „Ich liebe den neuen Sound“, freut sich ein Fan über die neue „Daylight In Your Eyes“-Celebration Version. Ein anderer kommentiert: „Wie ihre Stimmen jetzt kräftiger und stärker klingen, besonders die von Lucy. Gefällt mir.“

„Habe wahrscheinlich zu viel erwartet“

Allerdings finden sich in den Kommentaren auch viele Fans, die sich vom No Angels-Jubiläum eher enttäuscht zeigen. „Mir gefällt es nicht. Klingt jetzt mehr nach Disco-Fox im MDR. Hatte trotzdem bei den ersten Klängen Gänsehaut, habe wahrscheinlich zu viel erwartet. Naja, aber ich komme klar damit …“ Andere Hörer aus früheren Tagen vermissen den anderen großen Fan-Liebling der Band: Vanessa Petruo. Die 41-Jährige hatte sich gegen sämtliche Band-Comebacks entschieden und ist nun als Doktorandin in den USA an der „University of Southern California“ tätig.

Neben dem üblichen Hass, der sich eigentlich mittlerweile überall im Interview befindet, finden sich auch auffallend viele Personen, die hinter Comeback nur ein Motiv sehen: Geld. „Da braucht jemand aber dringend Geld! Hätten doch eh alle bei ‚Masked Singer‚ auftreten können. Sogar ohne Masken. Hätte eh keiner mehr erkannt!“ Sicherlich wird Geld auch ein treibender Faktor gewesen sein, aber dass es in so einem Fall – wie einem 20-jährigen Jubiläum – eventuell auch um emotionale Dinge gehen könnte, scheint vielen wohl fremd.

„Dadurch gab es ’nen Hype bei den Fans“

Im Interview mit der „Bams“ verrieten die No Angels jetzt, wie es eigentlich zur Reunion gekommen ist. Sandy Mölling darin: „Wir waren über die Jahre vereinzelt in Kontakt. Haben uns alle immer auf dem Laufenden gehalten, was bei uns so passiert. Aber wir haben uns zu viert seit zehn Jahren nicht gesehen. Letztes Jahr habe ich mal mit Lucy telefoniert, die dann sagte: ,Nächstes Jahr haben wir 20. Jubiläum. Da müssen wir vier uns doch mal wieder treffen.‘ Dann haben wir erst mal ’nen Videochat gemacht.“

Nadja Benaissa dazu: „Häufig ist es ja so, dass es komisch ist, wenn man sich lange nicht gesehen hat. Aber das war bei uns überhaupt nicht so. Weil wir wirklich wie eine Familie sind. Egal wie lange wir uns nicht sehen. Es gibt eine Verbundenheit.“

Auf die Frage, wer als erstes auf die Idee gekommen ist, offenbarte Nadja: „Das war ein umständlicher Weg und schließlich eher spontan. Es fing damit an, dass unsere Plattenfirma unsere alten Lieder bei den Streamingdiensten veröffentlicht hat. Dadurch gab es ’nen Hype bei den Fans. Plötzlich gab es viele Cover-Videos, die Leute haben uns Clips geschickt, wie sie unsere Choreografien von damals nachtanzen. Das hat uns so berührt und umgehauen.“ (DA)