15.04.2020 16:13 Uhr

Paul McCartney: Beatles ohne John Lennon undenkbar

George Harrison, Paul Mc Carney John Lennon, Ringo Starr, imago images / ZUMA Press

Am 8. Dezember 1980 wurde John Lennon (†40) hinterrücks von Mark David Chapman in New York erschossen. Es war ein Schock für die gesamte Musikwelt – und das Ende der Beatles.

Für Freund und Mastermind Paul McCartney (77) gab es nie eine andere Option. „Es ist wie eine Familie. Wenn Familien auseinanderbrechen, dann hat es mit Emotionen und Schmerz zu tun. Du kannst dir zu dem Zeitpunkt keine schlauen Gedanken überlegen, weil du zu viel Schmerz fühlst“, schildert der Musiker im Interview mit dem Radiosender ‚SiriusXM‘.

„Es konnte nicht passieren. Wir hatten zu viel durchgemacht und ich glaube, wir hatten einfach die Nase voll von dem ganzen Zeug.“ Wir, damit meint McCartney die britische Kult-Band, die neben ihm und John Lennon aus Ringo Starr und George Harrison bestand.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Paul McCartney (@paulmccartney) am Jan 30, 2020 um 9:54 PST

Lichtgestalt Lennon

Während John und Paul wie zwei Lichtgestalten verehrt wurden, standen die beiden anderen Bandmitglieder oft und völlig zu Unrecht im Schatten von Lennon/McCartney. So auch George Harrison, der 2001 verstorben ist. „Es war leicht, George zu unterschätzen, weil John und ich die meisten Sachen und Singles geschrieben haben“, erklärt der Star. Er verspüre viel Bewunderung für den ‚My Sweet Lord‘-Interpreten. „George war ein Spätzünder, was das Schreiben angeht. Er war anfangs nicht so daran interessiert und dann fing er an, mehr Interesse zu verspüren und Junge, blühte er auf. Er schrieb einige der großartigsten Songs der Geschichte“, schwärmt Paul.

Darüber ist sich inzwischen die gesamte Musikwelt einig: Wenn John Lennon das Gehirn war, Paul McCartney das Herz der Beatles, Ringo Starr die (Lach-)muskulatur, dann war George Harrison die Seele der Band.