Freitag, 13. Dezember 2013 14:36 Uhr

Peter Plate und Carolina Bigge provozieren mit diesem Video

In einer eindrucksvollen, begeisternden Kundgebung, initiiert von Peter Plate (Rosenstolz) und seiner Kollegin und Freundin Carolina Bigge, wurde am Donnerstagabend lautstark gegen unmenschliche Gesetze in Russland, die sich gegen Homosexuelle richten, das Leben für sie erschweren und öffentlich kaum lebbar machen, demonstriert.

Peter Plate und Carolina Bigge provozieren mit diesem Video

Bereits in der letzten Woche wendeten sich beide Künstler in einem „Offenen Brief“ an die Öffentlichkeit, um eindringlich auf diese unerträgliche Situation aufmerksam zu machen und riefen damit die „Aktion Zehn“ aus. Viele Menschen, Freunde, aber auch Prominente wie Detlev Buck, Frida Gold, Helene Fischer und Tim Mälzer, engagieren sich mit Unterstützer-Spots, die sie selbst gedreht haben und in denen sie „8 – 9- Zehn! Gleiche Rechte für alle – auch in Russland!“ fordern.

Peter Plate und Carolina Bigge fuhren mit ein paar Musikerkollegen in einem LKW an, parkten auf dem Mittelstreifen der Straße Unter den Linden vor der Russischen Botschaft und meldeten sich direkt von der Laderampe. „Herr Putin, Sie machen uns Angst!“, begann Peter Plate seine Rede und forderte gleiche Rechte für alle, auch für Homosexuelle und Andersdenkende. Diese Forderung wurde von weiteren Gästen wie Volker Beck (Grüner Bundestagsabgeordneter und Menschenrechtspolitischer Sprecher) und Stefan Liebich (Die Linke) in eindrucksvollen Reden mit Nachdruck unterstrichen.

Höhepunkt der Kundgebung war die Premiere und Live-Präsentation des Liedes „Zehn (Für Natascha und Olga)“, das begeistert aufgenommen wurde und zur Hymne der aktuellen Lage werden könnte. Den gemeinsam geschriebenen und aufgenommenen Song werden Peter Plate und Carolina Bigge an diesem Freitag unter dem Projektnamen Mann + Miss als Download veröffentlichen.

Mit dem Lied wollen sie, zusammen mit dem LSVD und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, Gelder sammeln, um Selbsthilfegruppen in Russland direkt unterstützen zu können.

Zum Abschluss der Kundgebung wurde das Video zu „Zehn (Für Natascha und Olga)“ gezeigt, das gerade erst vier Tag zuvor Erfolgsregisseur Marco Kreuzpaintner („Sommersturm“, „Krabat“) mit seinem Team in einer Spontanaktion gedreht hat. Von den Teilnehmern der Kundgebung wurde es mit Begeisterung aufgenommen und regelrecht gefeiert. Im Clip kommen nicht nur eine junge Angela M. und ein junger Barack O. vor, sondern auch ein jugendlicher Wladimir Putin, der von einer ganz anderen Seite zu erleben ist… so hat man ihn noch nie gesehen. Das alles mit einem Augenzwinkern, gleichzeitig kritisch, vor allem aber provokant.

Foto: Universal Music

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