Dienstag, 30. Januar 2018 20:44 Uhr

Pink mit neuem Video zum Grammy-Song

Seit jeher macht sich US-Popsängerin Pink für die Rechte von Frauen stark. Darüber schreibt sie Songs wie „Wild Hearts Can’t Be Broken“.

Pink mit neuem Video zum Grammy-Song

Foto: TNYF/WENN.com

Sie habe sich ihre verdammte Seele aus dem Leib gesungen, schreibt die US-Sängerin Pink auf Instagram über ihren Auftritt bei der Grammy-Verleihung, wo sie den Song „Wild Hearts Can’t Be Broken“ performte. Pink habe den Song für die Suffragetten-Bewegung geschrieben, schreibt sie weiter. Die Suffragetten kämpften zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Großbritannien und den USA für das Frauenwahlrecht. Kämpferisch gibt sich auch die Musikerin: „Es gibt nicht genug Seile, um mich zu fesseln“, sang Pink, die bei ihrem ergreifenden Auftritt im New Yorker Madison Square Garden barfuß, in Jeans und weißem Shirt auf die Bühne kam.

Ähnlich puristisch ist auch das jetzt veröffentlichte Video zu „Wild Hearts Can’t Be Broken“, das allein von der Präsenz und Stimme Pinks lebt. Magisch. Kraftvoll. Bedeutungsvoll. Rein“, schrieb eine Userin.

Pink kontert Kritik von Grammy-Chef

Die Sängerin gab übrigens Grammy-Chef Neil Portnow Kontra, nachdem dieser einen Kommentar fallen ließ, dass Frauen sich mehr anstrengen müssten, wenn sie einen Grammy Award gewinnen wollen (wir berichteten). Portnow machte diese Aussage, nachdem es starke Kritik hagelte, dass die Preisverleihung am vergangenen Sonntagabend besonders durch männliche Gewinner dominiert wurde.

„Frauen, die die Kreativität in ihren Herzen und Seelen haben, die Musikerinnen sein wollen, die Technikerinnen, Produzentinnen und Teil der Industrie auf der Führungsebene sein wollen, müssen sich steigern, weil ich denke, dass sie dort willkommen wären“, wurde Portnow von ‚The Hollywood Reporter‘ zitiert.

Sein Kommentar stimmte Pink so wütend, dass sie einen handgeschriebenen Brief abfotografierte und via Twitter teilte. Darin war zu lesen: „Frauen in der Musikindustrie müssen sich nicht steigern – Frauen sind seit Anbeginn der Zeit stark. […] Das letzte Musikjahr gehörte den Frauen. Sie haben es gerockt. Genau wie die Jahre zuvor. Wenn wir das Talent und die Errungenschaften von Frauen feiern und ehren, und wie viele Frauen jedes Jahr gegen alle Widerstände aufsteigen, zeigen wir der nächsten Generation von Frauen und Mädchen und Jungen und Männern, was es bedeutet, gleich zu sein und wie Fairness aussieht.“

Kolleginnen gehen auf die Barrikaden

Auch weitere Musikerinnen meldeten sich zu Wort und kritisierten Portnow stark. Iggy Azalea schlug sogar vor, dass Frauen im nächsten Jahr ganz die Grammy Awards boykottieren sollten.

Und auch die neunfache Grammy-Gewinnerin Sheryl Crow gab ihre Meinung kund: „Den Frauen vorzuwerfen, dass sie von ihrer Kreativität nicht genug Gebrauch machen und sich nicht in bestimmte Positionen im Musikgeschäft drängen, erscheint sehr sexistisch. Das ist eine merkwürdig gefühllose Aussage, besonders in einer Zeit, in der Frauen für sich selbst eintreten und Gleichheit und Fairness fordern. Der Mangel an weiblicher Repräsentation bedeutet nicht, dass es nicht genug Qualität von Frauen in der Musikbranche gibt. Es geht darum, dass die Möglichkeiten für Frauen Präsenz zu zeigen halbiert wurden. #GrammysSoMale“ (dpa/KT)

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