Montag, 8. Dezember 2014 19:36 Uhr

Popstar Sasha und ein ganz intimes Interview

Anfangs guckt Sasha noch ein bisschen müde unter seinem Hut hervor, als wir ihn morgens um 11 Uhr zum Gespräch in einem Hotel in Hamburg treffen. Aber die Müdikgeit soll rasch verfliegen, denn der Sänger und Songwriter, der eigentlich Sascha Schmitz heißt, ist bekanntlich alles andere als auf den Mund gefallen.

Popstar Sasha und ein ganz intimes Interview

Für sein sechstes Studioalbum als Sasha, das schlicht „The One“ heißt, nimmt er nun erstmals im Chefsessel Platz, denn er hat es sogar selbst produziert. Und auch sonst hat sich einiges in dem Leben des einstigen Teenie-Schwarms verändert. klatsch-tratsch.de-Autorin Katja Schwemmers hat mit ihm über die Liebe, Heiratspläne, Nachwuchs, Haartransplantationen, TV-Flops und Kochkurse gesprochen.

Sasha, auf Ihrer neuen Platte „The One“ ist Liebe in all ihren Facetten das große Thema!
Das stimmt. Es sind fünf Jahre vergangen seit dem letzten Sasha-Alben. Für mich ist ein neues Zeitalter angebrochen; auch altersmäßig: Die Hälfte der Lebenszeit ist mit 41 rum. Vielleicht habe ich auch dadurch gemerkt, dass es jetzt ein guter Zeitpunkt ist, mal wirklich neu anzufangen. Ich habe zwar nicht die Currywurst neu erfunden. Aber für mich ist es so, dass ich über die Liebe endlich mal frei singe, weil ich mich lange versperrt habe oder das Thema verklausulieren wollte, um nicht mehr als der Schmusesänger wahrgenommen zu werden, sondern als erwachsener Künstler und Songwriter. Ich wollte also vorher so unkitschig wie möglich klingen. Das Wort Liebe in dem Kontext Liebe habe ich gar nicht erst in den Mund genommen. Was ja Quatsch ist. Deshalb ist diesmal mein einziges Dogma, kein Dogma zu haben. Wenn ich Bock habe, „I love you, baby“ zu schreiben, dann schreibe ich “I love you, baby”.

Hat sich für Sie auch Liebe im alltäglichen Leben verändert?
Ich bin in einer wunderbaren Beziehung. Ich bin extrem verliebt und kann dann auch nicht anders als darüber Songs zu schreiben. Mit jedem Album macht man eine Momentaufnahme seines Lebens, wenn man denn generell dafür aus seinem Leben schöpft. Das ist mir nicht immer leicht gefallen, ehrlich gesagt, aber diesmal schon. Weil ich es einfach auch zugelassen habe, es so rausplumpsen zu lassen, ohne erst einen Filter oder ein Gitter anzulegen.

Das ist das Gute am Altern: Man baut Hemmungen ab.
Absolut! Das erinnert mich an Dustin Hoffmann, der im Interview sitzt und einfach pupst, weil es ihm nicht peinlich ist. Und darauf angesprochen sagt er dann nur: “Soll ich lieber krank werden?” Ich finde das sehr lustig. Es gibt wahrscheinlich so ein Alter, in dem man sagt, jetzt ist auch wurscht. Wenn man dann alles schon gesehen und gehabt hat, dann wird man extrem entspannt.

Aber wie ernst ist es denn nun mit Ihnen und Ihrer Freundin Julia Röntgen?
Sehr ernst. Wir reden über Hochzeit. In einem Magazin waren wir sogar schon verheiratet. Das Gute ist, dass ich dann ihren Namen annehmen kann, wenn wir heiraten, denn Röntgen finde ich viel cooler als Schmitz.

Würden Sie das wirklich tun?
Nein, das kann ich dann auch wieder nicht. Ich tendiere schwer zu Doppelnamen. Aber ich habe festgestellt, dass das nicht mehr so einfach ist, dass beide den Doppelnamen haben: Einer behält seinen Namen, und der andere muss sich entscheiden, den Doppelnamen zu tragen.

Dann wissen wir jetzt, dass Sie die Person mit dem Doppelnamen sein werden…
Wahrscheinlich wird es so kommen.

Haben Sie denn schon einen Kniefall gemacht?
Nee, noch nicht. Es muss ja auch der richtige Zeitpunkt dafür da sein. Im Moment arbeiten wir sehr viel, und wir arbeiten ja auch zusammen, das ist für beide gleichermaßen anstrengend. Nicht das eigentliche Miteinanderarbeiten, sondern was gerade alles passiert. Aber wir haben gesagt, wir probieren das einfach mal aus, weil Julia genau das kann, was ich gerade brauche, wenn es um Pressearbeit geht.

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Sasha und ein ganz intimes Interview

Wie haben Sie sich kennengelernt?
Das erste angesäuselte Gespräch fand in einer Silvesternacht auf einer 30er-Jahre-Party in der “Bullerei” von Tim Mälzer statt. Da gab es den magischen Moment. Ich bin auf der Tanzfläche und merke, irgendetwas ist hinter mir los. Ich drehe mich um, und da steht sie. Und ab da haben wir dann quasi den Abend zusammenverbracht. Ich bin trotzdem sehr freudig erregt nach Hause gegangen. Ich habe getanzt. Ich habe den Hackenmove gemacht. Ich hatte mir einen Clark-Gable-Schnäuzer zugelegt, die Haare zurückgekämmt und trug einen 30er-Jahre-Zweireiher-Anzug. Ich bin mit schnippsenden Fingern nach Hause gegangen.

Ein schönes Bild! Wie haben Sie gemerkt, dass Julia die Richtige ist?
Das merkt man. Ich musste ja auch ein bisschen ackern dafür, denn sie hat es mir nicht leicht gemacht. Wir haben uns erst langsam angenähert. Unser erstes richtiges Date hatten wir in einem Restaurant in Hamburg, ganz klassisch. Wir haben beide relativ schnell keine Geheimnisse mehr voreinander gehabt. Es hat unsere Beziehung extrem mitbeeinflusst, dass wir gleich wussten, wer der andere ist. Wir haben uns am ersten Abend alles auf den Tisch geklatscht, was Probleme machen könnte.

Und das wäre?
Es wurden Familienverhältnisse aufgedeckt.

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