Mittwoch, 12. Juni 2019 08:23 Uhr

Radiohead: So geht es nach der Hacker-Erpressung weiter

Radiohead veröffentlichen ihr von Hackern geklautes Material. Die britische Rockband wurde vor Kurzem Opfer eines digitalen Diebstahls. Hacker hatten sich illegal Zugriff zu Minidisks verschafft und drohten, diese zu veröffentlichen, sollte die Gruppe nicht eine Bestechungssumme von umgerechnet etwa 135.000 Euro bezahlen.

Radiohead: So geht es nach der Hacker-Erpressung weiter

Foto: KIKA/WENN.com

Stattdessen haben sich die Band, die aus Thom Yorke, Jonny und Colin Greenwood, Ed O’Brien und Phil Selway besteht, nun entschieden, das Material selbst und für einen guten Zweck zu veröffentlichen. Auf ihrer Bandcamp-Seite können Fans jetzt für die nächsten 18 Tage, für 18 Britische Pfund die insgesamt 18 Minidisks kaufen. Der Erlös davon soll an die Kampagne Extinction Rebellion gehen, die sich gegen den Klimawandel engagiert.

Ziemlich große Datei

Das Material auf den Minidisks, die sich in Frontmann Thoms Archive befanden, entstand zwischen 1995 und 1998, etwa zu der Zeit, als die Band ihr Album ‚OK Computer‘ aufnahm. Gitarrist Jonny sagte in einem Statement: „Anstatt uns (viel) zu beschweren oder das Ganze zu ignorieren, werden wir alle 18 Stunden bei Bandcamp veröffentlichen und damit Extinction Rebellion unterstützen. Nur für die nächsten 18 Tage. Also für 18 Pfund könnt ihr herausfinden, ob wir das Bestechungsgeld hätten zahlen sollen.“

Er warnt die Fans allerdings auch davor, dass vieles von dem Material nichts Besonderes und einiges auch auf dem fertigen Album zu hören sei. Außerdem sei die Datei sehr groß und nicht für einen Handy-Download geeignet.

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