Montag, 15. April 2013 21:09 Uhr

Ralph Siegel: Beim Eurovision Song Contest sollte es eine Top 3 geben

Wo er recht hat, hat er recht: Grand-Prix-Urgestein Ralph Siegel (67) hält es für ungerecht, dass beim Eurovision Song Contest immer nur der Sieger gefeiert wird.

„Ich fand es (…) schon immer ein bisschen schade, dass man nicht auch – wie in der Formel 1 oder bei Olympischen Spielen – die Zweiten und Dritten auszeichnet und sei es nur mit einer kleinen Medaille“, sagte der Erfolgskomponist der Website eurovision.de vom NDR.

Ralph Siegel

Siegel war es, der für Nicole 1982 den Grand-Prix-Hit ‚Ein bisschen Frieden‘ (1982) geschrieben hatte. „Wäre doch mal eine Anregung.“

Ralph Siegel, der seit 1974 bis 2012 insgesamt 22 Songs für den Wettbewerb beisteuerte, sieht die Künstler heute stärker unter Druck als früher. „Ich persönlich fand damals reizvoller, dass die Lieder im Finale ‚uraufgeführt‘ wurden, denn so gingen alle Teilnehmer mit den selben Erwartungen an den Start und wurden, mit Ausnahme der Londoner Wettbüros, nicht im Vorfeld bewertet und auf- oder abqualifiziert“, sagte der Songschreiber.

„Es ist bestimmt nicht einfach, am Austragungsort fröhlich anzukommen und zu bestehen, wenn man bereits in allen Vorab-Votings im Internet an untersten Stellen gehandelt wurde. Aber die Zeiten haben sich eben geändert, vieles hat Vor- und Nachteile.“

Auf die Frage „Sind Sie erfreut, abermals beim ESC dabei zu sein?“ antwortete der deutsche Gottvater des Song Contest: „Ich glaube, das ist eine Scherzfrage. Wer mich kennt, weiß doch genau, dass ich den Grand Prix – oder den ESC, wie er heute heißt – seit 40 Jahren liebe.“

Foto: dpa/ Felix Hörhager

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