16.02.2019 19:40 Uhr

Rapperin Gini liefert die etwas andere Wochenend-Hymne

Foto: Janina Wagner

Passend zum Wochenende bringt Gini (24) die etwas andere Hymne an die schönsten Tage der Woche heraus: „Brav und nüchtern“. Kennt ja vermutlich jeder: Alle gehen feiern und man beschließt es sich auf der Couch oder im Bett bequem zu machen aber es kommt dann doch ganz anders …

Rapperin Gini liefert die etwas andere Wochenend-Hymne

Foto: Janina Wagner

Als Tochter einer Percussionistin und eines Bassisten ist Gini von klein auf daran gewöhnt, den Platz in ihrer Hamburger Wohnung mit Instrumenten zu teilen. Angetrieben von einer Kindheit voller Musik, beginnt sie im Alter von 6 Jahren Klavierunterricht zu nehmen und etwas später auch Songs zu schreiben. So nimmt sie schließlich im Alter von 9 Jahren ihre erste CD mit dem Titel „Musik für meine Meerschweinchen“ auf, die sie dann auf Kinder- und Familienfesten verkauft.

Ein paar Jahre später produziert sie ihre eigenen Instrumentals, stellt ihr Talent bei dem TV Sender KIKA in der Show „Dein Song“ unter Beweis und schafft es prompt bis ins Finale. Sie berührt die Zuschauer mit einem emotionalen Song über ihren Vater, der ihre Familie im frühen Kindesalter verlassen hat.

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Harte Zeiten

Seitdem ist die mittlerweile 24-jährige Gini zu jemandem geworden, die der Bezeichnung Vollblut-Musikerin in jeglicher Hinsicht mehr als gerecht wird. Durch den unmittelbaren Draht zwischen ihren Emotionen, ihren eigenen musikalischen Produktionen und Texten, hat sie es geschafft eine vielseitige Musikerin mit abwechslungsreichen und überraschend unvorhersehbaren Songs zu werden.

GINI musste auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden immer wieder Rückschläge verkraften, wie z.B. eine schockierende Erfahrung mit K.O.-Tropfen mit sogenannten Freunden, Problemen in der Schule und der überraschende Tod der ihr nahe stehenden Großmutter.

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In ihrer Musik findet sie stets die Kraft, das Durchgestandene zu verarbeiten: „Ich habe schon von klein auf lernen müssen, mich durchzukämpfen und habe nie aufgegeben, weil ich immer meine Musik hatte. In der 8. Klasse sagte man mir, dass ich nur den Hauptschulabschluss schaffen werde. Heute studiere Wirtschaftsinformatik.“

Die erste EP von Gini „Error Im Brain“ ist ein Statement ihrer starken Persönlichkeit von heute. Zwischen verschiedensten Einflüssen, vom R&B der 90er Jahre über stilsicheren Soul bis hin zu Trap-Produktionen der letzten Jahre, findet sie sich mit einer eigenen Identität wieder, die sich nicht von alteingesessenen Regeln begrenzen lässt. Aus Altbekanntem und eigenen Ideen kreiert Gini etwas gänzlich Neues.