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Montag, 15. Juli 2019 22:26 Uhr

Revolverheld: Seitenhieb gegen Gloria von Thurn und Taxis

Foto: Starpress

Die Schlossfestspiele in Regensburg sind eigentlich kein Ort für politische Auseinandersetzungen. Jetzt aber haben Revolverheld Gastgeberin Gloria von Thurn und Taxis attackiert.

Revolverheld: Seitenhieb gegen Gloria von Thurn und Taxis

Foto: Starpress

Die Band Revolverheld („Scheiß‘ auf Freunde bleiben“) hat sich bei den Schlossfestspielen in Regensburg entschieden gegen ihre Gastgeberin Gloria Fürstin von Thurn und Taxis gestellt. „Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen“, sagte Frontmann Johannes Strate bei dem Konzert am Sonntagabend unter Applaus, wie ein Video auf der Instagram-Seite der Band zeigt. Die Band habe das Konzert im Vorfeld sehr kontrovers diskutiert.

„Nächstenliebe bedeutet für uns, dass wir Menschen, egal, woher sie kommen, welche Herkunft sie haben, welche Hautfarbe sie haben, welcher Religion sie angehören, dass wir sie hier mit offenen Armen empfangen und nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen“, sagte Strate an die Adresse der Fürstin.

Revolverheld: Seitenhieb gegen Gloria von Thurn und Taxis

Gloria von Thurn und Taxis. Foto: Starpress

„Die Opfer des Missbrauchs der Kirche ernst nehmen“

Die Schirmherrin der Festspiele („Der Schwarze schnackselt gerne“) gilt als sehr konservativ und ebenso streng katholisch. Auch darauf gingen Revolverheld bei ihrem Auftritt ein: „Nächstenliebe bedeutet eben auch, dass wir den systematischen Missbrauch, der in der katholischen Kirche so lange stattgefunden hat, dass wir den nicht bagatellisieren, sondern dass wir die Opfer ernst nehmen“, erklärte die Band.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von REVOLVERHELD (@revolverheld) am Jul 14, 2019 um 2:08 PDT

Die Angegriffene selbst blieb gelassen. „Das sehe ich ganz locker“, sagte sie dem Bayerischen Rundfunk. „Wahrscheinlich haben sie sich das gut überlegt und gesagt, das müssen wir jetzt machen, wir sind schließlich Künstler. Und Gott sei Dank kann man heute noch seine Meinung sagen. Insofern können wir da ganz froh sein.“ (dpa/KT)

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