Sonntag, 16. Dezember 2012 12:11 Uhr

RTL-Supertalent: Wer ist eigentlich dieser Christian Bakotessa?

Mit einem sich dahinziehenden Finale ging gestern das RTL-Supertalent zu Ende und der Sieger heißt: Jean Michel Aweh. Der Sänger mit der unglaublich sanften Stimme schaffte es mit seinem eigenen Song ‚Raus aus dem Nebel‘ zu überzeugen. Seine melancholische Ruhe am Klavier und seine gefühlvollen Klänge und dieser Flüster-Singsang sorgten auch nochmal am Ende des Finales für wahre Gänsehaut.

4,35 Millionen sahen das Finale des RTL-‚Supertalents‘, jedoch nur 2,14 Millionen in der Zielgruppe 14 – 49 Jahren. Bei Raab waren es 2,20 Milionen in derselben Zielgruppe und 3,25 Millionen Zuschauer insgesamt.

Magier Dan Sperry präsentierte erneut eine Mischung aus unfassbaren Tricks, unglaublicher Show, mitreissenden Augenblicken und jeder Menge Gags. Sperry huschte wie ein dunkles Ungetüm auf zu viel Koffein über die Bühne. Und es gab wieder einen kunterbunte Rocky Horror-Picture-Show a la Dan Sperry mit Ratten, Tauben, Goldfischen, Voodoopuppen, Nadeln und Russischem Roulette.

Und überlebt haben es nicht nur seine Assistenten Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker, sondern auch die Zuschauer. Zurück bleibt immer ein ungutes, etwas mulmiges Gefühl und der Gedanke ‚Hoffentlich kommt da nicht noch was!‘ Aber so muss eben ein echter Magier sein.

Der singende Papagei Jacko hatte in den letzten Folgen mit seinem krächzigen Sing-Sang zwar Für Dorf-Kirmes-Niveau und sorgte trotz seines minimalen Song-Repertoires immer wieder für Lacher und ungläubige Begeisterungsstürme. Jacko hatte für’s Finale den Song ‚Theo‘ einstudieren, doch die Präsentation gelang allerdings weniger gut, denn anscheinend hatte der einfältige Vogel seinen ganz eigenen Kopf und statt eines neuen Songs gab es seine gewohnten Lieblingssongs ‚Hänschen Klein‘ und ‚Baby, balla, balla!‘.

Seifenblasenkünstler Hammou verwechselte die Veranstaltung  mit einer abendfüllenden One-Man-Show, denn der Kleinwüchsige mit der herzlichen Art wollte gar nicht mehr aufhören mit seinen Seifenblasen-Effekten (die man nun inzwischen auch irgendwie schon alle kannte).

Nach etwa 20 Minuten (einer gefühlten Stunde) wurde es dann allerdings nicht nur peinlich für den Künstler selbst, sondern auch für RTL und deswegen unterbrach Daniel Hartwich die laufende Show des Kandidaten und platze sozusagen mitten ins Geschehen. Von da ab lief bei Hammou alles ein klein wenig schief und so richtig wollte die Show dann auch nicht mehr funktionieren.

Zweiter wurde am Samstagabend Christian Bakotessa. Der 31-jährige gelernte Buchbinder aus Bremen wollte angeblich eigentlich nur seine Freundin im Publikum unterstützen. So die Geschichte, wie sie RTL uns weismachen will.

Bakotessa trat mit ‚If You Don’t Know Me By Now‘ von Simply Red auf und Juror Bohlen war voll des Lobes: „Ich glaube, er ist einer der besten Sänger, die wir bei ‘Das Supertalent‘ je hatten.“ Kommentar von Thomas Gottschalk: „Da geht mir das Herz auf, da kommt einer aus dem Nichts und steht als Granate auf der Bühne. Und Michelle Hunziker sagte: „Wow, wow, wow – Das war wirklich super. (…) Das ist wie eine Sauna am Nordpol.“

‚If You Don’t Know Me By Now‘ von Christian Bakotessa wurde bereits als Download veröffentlicht. Sein Album „Unbelievable“ wird am 21. Dezember veröffentlicht.

Wer also ist der Mann eigentlich?

Der gebürtige Kongolese präsentierte bei seinem angeblich spintanen Auftritt die gefühlvolle Ballade „I Believe I Can Fly“ seines Idols R. Kelly. Und keiner fragte sich damals, wo RTL so spontan plötzlich das Halb-Playback des Songs aufgetrieben hatte.

Wie dem auch sei: Als er die ersten Takte anstimmte, horchte Dieter sofort interessiert auf: „Wo habt ihr den denn her?“ Der Poptitan war begeistert und der zweifache Vater Christian trat nach der Pause nochmal auf die Bühne – diesmal als Kandidat.

Nach seinem Auftritt gab es Standing Ovations von der Jury und ein dreifaches Ja. Aber nicht nur das, der Poptitan lobte: „Ich habe R. Kelly kürzlich gesehen, da hat er diese Nummer gesungen. Ganz ehrlich, ich will nicht übertreiben, aber du hast fast genauso gut, wenn nicht genauso gut gesungen. Ein fantastischer Auftritt.“ Das Ende vom Lied: Er drückte für ihn sogar den Goldenen Sternbuzzer und beförderte ihn damit geradewegs ins Halbfinale.

Während für seine Freundin, mit der in einem Gospelchor sang, der Traum bereits beim Casting geplatzt ist, ist er auf dem besten Weg, sich seinen Lebenstraum zu erfüllen. Die Jury konnte er mit seiner herausragenden Leistung bereits überzeugen, nun liegt sein Glück in den Händen der Zuschauer.

Christian Bakotessa ist vor 10 Jahren aus dem Kongo nach Deutschland ringewandert, singt seit 2004 spielt er in der Band Black-X. Die Band spielt vorzugsweise Rumba, Salsa, Merengue, Reggae und afrikanische Volksmusik. Außerdem tritt er immer mal wieder mit weiteren in Bremen lebenden Afrikanern auf. 2009 erschien ein Afro-Pop-Album mit französischen Texten.

Fotos: RTL/Stefan Gregorowius

Alle Infos zu ‚Das Supertalent‘ im Special bei RTL.de

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