11.11.2020 23:13 Uhr

Rummelsnuff meldet sich mit neuem Video „Müllabfuhr“ zurück

Rummelsnuff, letzter großer König des modernes Arbeiterliedes, meldet sich mit einer neuen akustischen Kostbarkeit zurück. "Müllabfuhr" heißt as neue Werk.

Foto: Jim Kroft

Ausgerechnet zum Auftakt der Fastnachtszeit in einem Herbst voller kultureller Entbehrungen möget Ihr, liebe Mädels und Buben, innerlich und aus der Ferne feiern, wenn ihr die orange Truppe beim Beräumen und Bereinigen unserer derzeit etwas trostloseren Stadtlandschaften seht. Natürlich mit Rummelsnuffs „Müllabfuhr“ im Ohr!

Rummelsnuff meldet sich mit neuem Video "Müllabfuhr" zurück

Out Of Line Music

„Anfahren, anhalten, abspringen“

Der 54-jährige gebürtige Sachse würdigt mit „Müllabfuhr“ endlich jene fleissigen Zeitgenossen unter uns, ohne die wir im Dreck verenden würden und erklärt in dem lyrischen Gesamtkunstwerk auch, warum das so ist. „Trittbrett, anfahren, anhalten, abspringen. Tonne holen, laden, kippen, Tonne wegbringen. Du denkst, das kannst du auch. Doch so können das nur die routinierten Männer von der Müllabfuhr“. Nein, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Bei Facebook verkündete der Elektro-Punkrocker anlässlich der Premiere seines neuen Songs: „Der Käpt’n hat den Ton nochmal etwas aufgepeppt! Für Euch nur das Beste! In feinstem Mono!“

Das ist Rummelsnuff

„Rummelsnuff ist ein Unikat im Pop“, schrieb die „Süddeutsche“ über den Mann. „Niemand sonst bringt Sanftmut so gut mit dem Klischees des harten Hundes …“

Rummelsnuff, der eigentlich Roger Baptist heißt, wuchs in der Nähe von Dresden auf. Er ist der Sohn einer Musikerfamilie. Die Mutter sang in der DDR im bekannten Gerd-Michaelis-Chor Popsongs, spielte bei Scvlagerstar Frank Schöbel Keyboards und Violine. Sein Vater ist Bandleader der Peter-Baptist-Combo, die mit DDR-Stars wie Hartmut Schulze-Gerlach oder Dieter Birr von den Puhdys spielten.

Klein Roger genoss eine Ausbildung zum Fagottisten, spielte als Heranwachsender im Symphonieorchester des Kreises Großenhain. Von 2007 bis 2014 war er Türsteher am renommieren Berliner Club Berghain. 2005 feierte er seine „Wiedergeburt“ als Rummelsnuff, veröffentlichter seit dem zehn Alben.

Seinen Musikstil nennt Rummelsnuff „Derbe Strommusik“ oder Elektropunk-Gassenhauer.