Montag, 4. November 2019 22:26 Uhr

Sam Smith präsentiert Cover des größten Club-Brett-Klassikers aller Zeiten

imago images / Starface

Oft kopiert nie erreicht: Der zeitlose Disco-Klassiker „I Feel Love“ von Donna Summer († 2012) wurde zigfach kopiert, eine der beeindruckendsten Versionen war wohl die von Falsett-König Jimmy Somerville. Nun wagte sich Britenstar Sam Smith, der George Michael der Neuzeit, an eine Neufassung.

Für Smith, für den derzeit öffentliche queere Bekenntnisse mehr an der Tagesordnung zu sein scheinen als seine Songs, ist die Coverversion der bislang stimmlich herausforderndste Song, den er bislang einspielte. Der Sound ist dem Klassiker aus dem Jahr 1976 total ähnlich und der Gesang erinnert an Bronski-Beat-Ikone Jimmy Somerville. Und tatsächlich: dem hypnotischen Sog des Songs kann man sich auch hier nicht entziehen. Dreht die Boxen auf!

„Es war mir eine Ehre!“

Kommentar von Sam Smith: „Als queere Person verfolgte mich ‚I Feel Love‘ von dem Moment an, als ich in die Clubs gegangen bin auf jeder Tanzfläche in den queeren Läden. Dieser Song ist für mich eine Hymne unserer Gemeinschaft. Es war mir eine Ehre und ich hatte so viel Spaß, es auszuprobieren. Das höchste Lied, das ich je gesungen habe.“

Die Geschichte hinter dem Song

Produziert wurde der Song von der Disco-Legende Giorgio Moroder in München. Wegen seiner innovativen Produktionstechnik mit dem Sequenzer eines Moog-Synthesizers und somit komplett mit synthetischen Mitteln produzierten Sounds gilt der Track bis heute als Pionierstück der Elektronischen Tanzmusik und als absolut bedeutender Vorläufer der House- und Techno-Musik.

Was viele nicht wissen: ‚I Feel Love‘ basiert im Wesentlichen auf einer sich wiederholenden Basslinie, die einst von Robert Wedel von der deutschen Krautrock-Band Popol Vuh programmiert wurde – und nicht von Giorgio Moroder.

Nicht unerwähnt bleiben sollte der legendäre, exzellente und ebenso zeitlose 15-minütige Remix des viel zu früh verstorbenen US-Produzenten Patrick Cowley aus dem Jahr 1982, der auf der originalen Bassline beruht. Hier kann man ihn hören:

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