16.02.2019 17:40 Uhr

SaraJane: Als starke Frau wird man nicht geboren

Foto: Annemone Taake

Als starke Frau wird man nicht geboren. Starke Frauen sind kleine Mädchen mit schwerem Gepäck. Mit Geschichten und dem Trotz, Dinge anders, nämlich besser machen zu wollen. Zum Glück gehen einige von ihnen in die Forschung, Politik oder werden Popstar. So wie SaraJane.

SaraJane: Als starke Frau wird man nicht geboren

Foto: Annemone Taake

Im Mai 2019 veröffentlicht die Britin SaraJane ihr zweites Album „Fuel“  und liefert den Soundtrack ab, der uns über eine Trennung und Kündigung gleichermaßen hinweghilft, sämtliche Gemeinheiten des Alltags vergessen lässt und dazu bringt, uns sofort im Fitnessstudio anmelden zu wollen oder einen Roadtrip zu machen.

„Ich war wütend“

Mit „Bullets Out Of Love“ als erster Single-Auskopplung des Albums ruft sich SaraJane auf den Plan. Hamburg, Juli 2017: Der G20-Gipfel hat die Stadt fest im Griff und in Ausnahmezustand versetzt. „Als ich in Hamburg-Altona in meiner Wohnung saß, die Helikopter über mir kreisten und der Gestank von brennenden Autos ins Zimmer zog, war ich so wütend auf den Zustand der Welt, dass ich dachte, man muss jetzt etwas ändern.“

SaraJane: Als starke Frau wird man nicht geboren

Foto: Annemone Taake

Als logische Konsequenz einen Protest-Song schreiben? In Zeiten, in denen Pop als Brot&Spiel-Ersatz fungiert und bloß nicht anecken darf, eine große Aufgabe. Eine der sich SaraJane aber gekonnt gestellt und einen Song abliefert, der den Zeigefinger nicht nur moralisch, sondern vor allem zum Tanzen in die Luft schwingt.

„Bullets Out Of Love“ vereint aktuellste R’n’B-Elemente einer Ariana Grande und hymnische Chöre von Coldplay gleichermaßen und ruft uns dabei inhaltlich dazu auf, näher zusammen zu rücken und die Welt von allen kalten Machenschaften zurück zu obern. Mit Liebe. Davon könnte unsere Welt derzeit ja etwas mehr vertragen. Genauso wie von starken Frauen, die Popstar werden wollen und tolle Protest-Songs schreiben, die unsere Welt etwas besser machen.