Sebastian Krenz: Was du über den „The Voice“-Sieger wissen musst

Leni HübnerLeni Hübner | 20.12.2021, 19:37 Uhr
Sebastian Krenz: Was du über den The-Voice-Sieger wissen musst
Sebastian Krenz: Was du über den The-Voice-Sieger wissen musst

Foto: SAT.1/ ProSieben/ Claudius Pflug

Für Johannes Oerding war von Anfang an klar, dass Sebastian Krenz ein Mega-Talent ist. Nun hat der Junge aus Oppurg das Finale gewonnen.

Mit seiner Version des Scorpion-Songs „Still Loving You“ zeigte Sebastian Krenz schon bei den Blind Auditions zur 11. Staffel der ProSieben-Sat1-Sendung „The Voice Of Germany“, was in ihm steckt.

Schon seit seinem vierten Lebensjahr macht der „The Voice“-Sieger von 2021 Musik. Er beherrscht die sanften Töne genauso sicher wie rockige Elemente, er hat den Charme eines Jungen und die Ausstrahlung eines Popstars. Was will man mehr? Trotzdem war sein Sieg eine Überraschung.

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Foto: SAT.1/ ProSieben/ Claudius Pflug

Zuverlässige Bestleistungen

Als Erster hat Johannes Oerding (39) das Potential des 29-Jährigen aus der kleinen Gemeinde Oppurg erkannt. Nach wenigen Tönen buzzerte der erfolgreiche Singer-Songwriter für den smarten Thüringer, erst dann folgten Sarah Connor (41, mit totaler Gänsehaut) und Mark Forster (38).

Auf den letzten Drücker sozusagen zeigte sich auch der vierte Juror Nicos Santos (28) von der „enormen Range“ des Newcomers tief beeindruckt. Nach Lobeshmynen von allen Seiten ging Sebastian ins Team „Oerding“.

„Ich weiß was ich will. Ich mache das ja nicht seit gestern,
ich habe schon ganz viel Erfahrung auf der Bühne gesammelt.“

Von Sendung zu Sendung bewies Sebastian dann, dass Oerding auf den richtigen Kandidaten gesetzt hatte. Mit seiner ausgeprägten Stimme kann es der charmante Kandidat mit Lady Gaga aufnehmen, deren Part er bei „Shallow“ locker bewältigte: „Ich singe gerne Frauenlieder in Originalton, weil mich das nach vorne bringt“, meint Krenz im VOX-Interview. Und auch Feddie Mercurys „Who Wants to Live Forever“ stellte ihn vor keine größeren Herausforderungen.

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Foto: SAT.1/ ProSieben/ Claudius Pflug

Direkt ins Herz

Im Nu eroberte der Single-Vater einer vierjährigen Tochter (Matilda) so die Zuschauer und vor allem die Zuschauerinnen der Castingshow. Es sollen zahlreiche Liebesbriefe von beiden Geschlechtern eingegangen sein. Sebastian hat eben das gewisse Etwas, mit denen er die Songs so performt, das sie einen tief berühren. Oder wie Johannes Oerding es ausdrückte: Sebastian macht mit seinem Gesang „Türen im Herzchen“ auf.

Dennoch galt Sebastian bis ins Finale nicht als Favorit. Auf dem Siegertreppchen sahen viele die Musicaldarstellerin Gugu Zulu (29), doch nach seiner Performance des Songs „What They Call Life“ mit Coach Oerding der die Rockballade seinem Schützling auf die Stimme geschrieben hat, hängte Sebastian die Hamburgerin ab. Über Nacht stürmt seine Single bereits die iTunes-Charts und klettert dort auf Platz 3.

 

Keine Pannen von Krenz

Während es in der Sendung kleine technischen Pannen gab, lief auch das Duett mit James Arthur (33) mehr als hervorragend für den Nachwuchssänger. Vielleicht lag es daran, dass der britische Star Erfahrung mit Castingshows hat, gewann er doch selbst erst vor 9 Jahren die neunte Staffel von „The X Factor“. Mit Sebastian gab er „SOS“ als echt heiße Nummer zum Besten. Für Arthur war danach ganz klar, dass Sebastian siegen würde.

Dass Sebastian Krenz im Finale die Nerven behielt, liegt sicher daran, dass er sich unabhängig von den Popstar-Träumen schon ein Leben aufgebaut hat. Er hat nicht nur als Vocal-Coach gearbeitet, der eine 3-Schritte-Methode entwickelt hat, um die Stimme vor Heiserkeit zu schützen und dennoch alles raus zu holen – dass er das beherrscht, hat er nun vor laufenden Kameras mehrfach bewiesen.

Viele Standbeine

Krenz ist gelernter Zahntechniker, doch den Beruf übt er nicht mehr aus. Mit seiner Gesundheitsfirma Vitori vertreibt Sebastian Kristall-Therapiematten, die für mehr Lebensenergie und Ausgeglichenheit sorgen sollen. Zugleich kann die Matte Entgiftungen unterstützen und auf Knopfdruck Entspannung bieten.

Außerdem hat Sebastian mit einem Kollegen zusammen eine Firma aufgebaut, die In-Ears vertreibt, die Sänger statt Kopfhörer auf der Bühne nutzen, um die Instrumente und die eigene Stimme hören zu können. Von der Qualität der „Nature Ears“ ist unter anderem Michael Schulte begeistert, der vor seiner Top-Karriere bei „The Voice“ nur Dritter wurde. Die Geschäftsführung der Firma gab Sebastian allerdings im Februar an seinen Kollegen ab – kurz vor seiner Bewerbung bei der Castingshow.

Weg frei für die Popstar-Karriere

Apropos Bewerbung: Die soll Sebastian gar nicht selbst eingereicht haben, obwohl er schon seit seinem vierten Lebensjahr leidenschaftlich gern singt und trotz verkürzter Finger an der rechten Hand, die er von Geburt an hat, ausgezeichnet Trompete, Gitarre und Klavier spielt. Die Anmeldung übernahm eine Freundin – heimlich.

Noch jemand sorgte für heimlichen Support: Wincent Weiss, bekanntlich ein Freund von Johannes Oerding, forderte seine Follower auf Instagram dazu auf, für den sympathischen Kandidaten zu voten. Sie taten es offensichtlich, denn Sebastian gewann am Sonntag mit mehr als einem Drittel der Stimmen. Wie auch immer: Nun beginnt für das Gesangstalent erst mal den weiten Weg zum internationalen Popstar: mit Videos, Konzerten und vielen Alben.

Das „The Voice of Germany“-Voting-Ergebnis

Platz 1: Sebastian Krenz (29, Oppurg) aus Team Johannes – 36,29 Prozent
Platz 2: Gugu Zulu (29, Hamburg) aus Team Nico – 26,23 Prozent
Platz 3: Katarina Mihaljevic (21, Pfungstadt) aus Team Sarah – 18,45 Prozent
Platz 4: Linda Elsener (20, Seewen) aus Team Elif – 11,05 Prozent
Platz 5: Florian und Charlene Gallant (36 und 32, Mutterstadt) aus Team Mark- 7,98 Prozent