Freitag, 1. Juni 2018 13:40 Uhr

Seeed: Trauer und Bestürzung um Frontmann Demba Nabé

Hätte Berlin eine Hymne, es wäre wohl ein Song von Seeed: Nun trauert die Stadt um Demba Nabé, einen der Frontmänner der Band. Der Sänger starb im Alter von 46 Jahren (wir berichteten).

Seeed: Trauer und Bestürzung um Frontmann Demba Nabé

Demba Nabé ist tot. Foto: Matthias Balk

Nabé, einer der Sänger der Berliner Band Seeed („Dickes B“), ist tot. Der Musiker starb im Alter von 46 Jahren am Donnerstag, wie sein Berliner Anwalt Anwalt Christian Schertz bestätigte. Der „Tagesspiegel“ hatte zuerst darüber berichtet. „Wir trauern um unseren Freund und Sänger Demba Nabé“, hieß es auf der Seeed-Internet-Seite unter einem Schwarz-Weiß-Foto von Nabé. Zur Todesursache gab es keine Angaben.

„Wir werden die Voice von Berlin vermissen. Der Sound bleibt ewig“, war auf dem offiziellen Twitteraccount der Stadt Berlin zu lesen. Mit ihrer Hymne „Dickes B“ hatte die Band ihrer Heimatstadt eine Liebeserklärung gemacht. Hart und leicht zugleich wie die Stadt: Dieser Gegensatz prägt viele Songs der Band wie „Ding“, „Music Monks“ oder „Aufstehn!“. Tief wummern da die Bässe über die eigene Mischung aus Reggae und Dub, Hip-Hop und Dancehall.

Demba Nabé alias Boundzound gehörte neben Peter Fox und Dellé zu den Frontmännern des bisher elfköpfigen Ensembles von Seeed. Die Band ist auch für ihre energiegeladenen Live-Auftritte über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt. Die Berliner standen unter anderem schon beim dänischen Roskilde-Festival auf der Bühne.

Tour für Herbst 2019 angekündigt

Noch vor einem Monat hatten Seeed die nächste Tour für den Herbst 2019 angekündigt. Laut „Tagesspiegel“ waren innerhalb von 30 Minuten etliche Konzerte ausverkauft, die Server der Ticket-Plattform seien wegen des Ansturms zeitweise zusammengebrochen. Ob die Tour nun wie geplant stattfinden kann, war zunächst unklar.

Musiker-Kollegen wie Thomas D von den Fantastischen Vier zeigten sich bestürzt über den plötzlichen Tod von Nabé: „Ich bin fassungslos. Demba von Seeed ist tot. Mir fehlen die Worte“, twitterte der Rapper.

„Da die Nachricht von Dembas Tod die Band tief getroffen hat und sie Zeit und Ruhe für ihre Trauer benötigt, bitten wir aktuell von weiteren Anfragen Abstand zu nehmen“, sagte der Anwalt des Verstorbenen.

„Wir inspirieren uns gegenseitig. Deshalb wollten wir immer viele Leute dabei haben“, sagte Sänger Peter Fox einmal auf die Größe der Band angesprochen. Nun wird ein großer, inspirierender Teil dieser eingeschworenen Band-Familie fehlen. (Christoph Zeiher, dpa)

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