Shirin David: In diesem 9-Minuten-Track erzählt sie sehr überraschende Geschichten!

Desireé OostlandDesireé Oostland | 19.11.2021, 21:47 Uhr
Shirin David: 9-Minuten-Track erzählt ihre Geschichte und das berührt sehr!
Shirin David: 9-Minuten-Track erzählt ihre Geschichte und das berührt sehr!

© Shirin David

Shirin David hat den Female-Rap in Deutschland maßgeblich beeinflusst. Auf das nächste große Brett mussten die Fans fast zwei Jahre warten.

Heute ist Shirin Davids langersehntes Album „Bitches brauchen Rap“ rausgekommen und es übertrifft jegliche Erwartungen der Fans. Vor allem der neunminütige Hit „Bramfeld Storys“ bringt die Zuhörer zum Ausflippen. In dem Track rappt David über die einschneidendsten Momenten ihres Lebens und ihrer Karriere. Dort kommt auch viel zu Vorschein, was der Öffentlichkeit bis dato nicht bekannt war. Ein Song mit vielen interessanten Hintergrundgeschichten.

Fazit: Es war kein leichter Weg für die Künstlerin, doch sie hat sich den Weg freigeräumt…

Shirin bekam Besuch von Clan-Boss

Folgende Line des Songs überraschte Zuhörer mit einem bislang unbekannten Einblick:

„Fahre nach Bietigheim, treffe Shindy, OZ und Laas
Saßen undercover in den Restaurants und Bars
Zum ersten Mal hat der Anspruch an Musik für mich gepasst
Ganze Nacht im Studio, nehmen auf und haben Spaß
Doch nach knapp zwei Wochen gab es dann Besuch von Arafat
Was wär aus dem Aufnahmen geworden, hätte es geklappt?
Doch der Vibe war jetzt gefickt und plötzlich kam der erste Cut
Post vom LKA und die Bild berichtet Bedrohliches“

Der Clan-Boss Arafat ist im Rapgeschäft eher gefürchtet, aktuell steht er mit Bushido vor Gericht. Dass er sich auch für Shirins Geschäfte interessiert hat, ist neu.

Ferner rappt sie, sich bereits 2018 mit Shindy, OZ und Laas zusammen im Studio getroffen zu haben. Offenbar haben alle von Anfang an auch musikalisch miteinander harmoniert und erste Songs aufgenommen. Doch der Besuch vom Clanboss zerstörte „den Vibe“ wie Shirin rappt. Somit legten sie die gemeinsame Songaufnahme erstmal auf Eis. Wie schön, dass Shindy nun das einzige männliche Feature auf Shirins neuem Album ist.

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Shirin erwähnt alle ihre Weggefährten und Supporter

Shirin rappt ebenfalls über ihre Kindheit, die sie überwiegend gemeinsam mit ihrer Schwester Pati mit klassischem Musikunterricht verbrachte, während ihre Mitschüler Kartoons schauen konnten.

Ebenso rappt sie darüber, dass der Vater die Familie im Stich ließ. Und plötzlich beginnt Shirin die Namen der Personen zu nennen, die sie damals ins Rampenlicht führen. Wie zum Beispiel Simon Desue, der dafür verantwortlich war, dass sie das erste Mal in einem YouTube-Video zu sehen war. Für die Benennung dieser Personen bekommt sie haufenweise positives Feedback von ihren Fans.

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Shirin erwähnt ihren handgreiflichen Ex-Freund

Auch die damalige YouTube Gang, bestehend aus Shirin und einigen anderen damaligen YouTube-Größen erwähnt sie in dem Song. 2015 wurde Shirin für ein Song mit Ado Kojo angefragt, mit dem sie dann das Lied „Du liebst mich nicht“ herausbrachte. Darüber rappt sie:

„Für meinen damaligen Freund war die Zusammenarbeit ein No-no.
Auch wenn ihr die Stärke in mir nur als Arroganz seht,
lass‘ nie mehr zu, dass ein Mann mir gegenüber seine Hand hebt.“

Ihr damaliger Freund war YouTuber Chris Manazidis (Kanal: Bullshit TV). Ob er damit gemeint ist, bleibt unklar.

Shirin David bei DSDS

IMAGO / Future Image

Turbulente Zeit bei DSDS

Ebenfalls kommt Shirin in dem Song  auf ihre umstrittene Zeit bei DSDS zu sprechen. Dort saß sie gemeinsam mit  Dieter Bohlen, Schlagersängerin Michelle und H.P. Baxxter in der Jury. Doch statt ihr Talent und ihre Meinung wertzuschätzen, stürzten sich die Medien ständig auf Shirins Optik. Außerdem trauten ihr die anderen Juroren offenbar kein Verständnis für die Musikbranche zu. Das bringt folgende Line im Song zum Ausdruck: 

„Sitz‘ bei DSDS und beurteil‘ in den Castings, aber die reden mir rein in die Frisur, ‚Änder deinen Haarschnitt!“ Scheinbar war ich zu blond für Michelle und H.P. Baxxter. Bisschen Beef mit Dieter, nur weil RTL gehetzt hat.“

Diese Zeit berappt Shirin als die beste Schule aber die schlimmste Erfahrung in ihrem Leben. Nach dieser Erfahrung wollte sie nur noch das machen, was sie aus tiefstem Herzen fühlt und was ihr Spaß bereitet. Und das war vor allem die Musik. Ganz zur Freude von jungen Frauen, die sich noch heute vor der männerdominierten Rapszene fürchten. Shirin macht es selbstbewusst und ganz ohne den altbekannten Beef zwischen Rappern vor. Ein Album voller Einblicke und tollen Botschaften.