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Samstag, 18. Mai 2019 17:38 Uhr

Shogoon: Dieser perspektivlose Kleinstadtjunge will nach ganz oben

Foto: Promo

Perspektivlos und in der Jugend zu oft mit den falschen Leuten rumgehangen, sozialisiert als Kleinstadtjunge in der westdeutschen Provinz mit großen Träumen aber mittelprächtigen Aussichten. Wenn das die Ingredienzen für abgehangenen, wortgewandten, lässig über die Schulter geworfenen Rap und G-Funk sind, dann darf man dem Schicksal im Falle von Shogoon  (26) danken.

Shogoon: Dieser perspektivlose Kleinstadtjunge will nach ganz oben

Foto: Bennett Stadler

Die „Akt I: 32425“ EP ist eine Coming-Of Age Story mit ironischer Selbstreflektion, handelt vom Leben in Widersprüchen, dem genüsslichen Pflegen von Lastern und den Überlebenstaktiken als Vorstadtjunge. Moderne Arrangements gepaart mit moog-Basslines, funkigen Drumbreaks und Lead- Synths mit atmosphärischer Tiefe prägen das Werk.

Verbitterte Kinder

Neben großer musikalischer Finesse bieten die Instrumentals des Mindeners immer den nötigen Raum um Text und Geschichten wirken zu lassen. „Ich hab’ nicht die Straße, doch die Straße mich gemacht. Zuviele meiner Jungs haben seit Tagen nicht gelacht. Doch sitzen hier und machen ein paar Jahre zu ’ner Nacht. Alle sind beisammen und die Bagage killt den Schnaps“, rappt Shogoon in„Bagage “.

Die EP ist eine klassische Schlafzimmer-Produktion. Mit begrenzten Mitteln großartiges Schaffen ist heute nichts Neues mehr. Alles aus einer Hand zu organisieren bleibt auf diesem Niveau jedoch eine Ausnahme. Mit der nötigen Hartnäckigkeit, Kreativität und Fleiß ist es Shogoon gelungen das Ding alleine zu wuppen. So ist „Akt I: 32425“ eine Produktion aus einem Guss, mit Raps die verfangen und Stories die Identifikationspotential abseits vom Instagram-Hochglanz bieten.

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