Dienstag, 16. April 2013 15:15 Uhr

Spaniens Superstar Isabel Pantoja wegen Geldwäsche verurteilt

Die Folklore-Sängerin Isabel Pantoja (56), einer der größten Musikstars Spaniens, ist wegen Geldwäsche zu zweijährigem Freiheitsentzug sowie zu einer Geldstrafe von 1,147 Millionen Euro verurteilt worden.

Das Landgericht in Málaga erklärte zum Abschluss eines viermonatigen aufsehenerregenden Prozesses am Dienstag auch Pantojas Ex-Lebensgefährten, Marbellas ehemaligen Bürgermeister Julián Muñoz, der Geldwäsche und der Bestechlichkeit für schuldig. Ihm wurde eine Haftstrafe von sieben Jahren auferlegt.

Auch andere Mitangeklagte, darunter Muñoz‘ Gattin, wurden verurteilt.

Pantoja wird allerdings nach spanischem Recht nicht hinter Gitter müssen, da sie keine Vorstrafen hat und die Gefängnisstrafe nicht zwei Jahre überschreitet. Ihr wurde vorgeworfen, den mehrfach wegen finanzieller Vergehen vorbestraften Muñoz bei dessen illegalen Aktivitäten unterstützt zu haben. Sie hatte unter anderem 1,2 Millionen Euro in bar auf ihr Konto eingezahlt und eine Luxuswohnung gekauft, ohne die Herkunft des Geldes nachweisen zu können.

Im Prozess ging es um den „Fall Malaya“, eine vor sechs Jahren ausgebrochene Affäre um die illegale Vergabe von Baulizenzen, Bestechung und Vetternwirtschaft. Im Laufe der Ermittlungen waren nach übereinstimmenden Medienberichten unter anderem Objekte im Wert von 2,4 Milliarden Euro beschlagnahmt worden, darunter zwei Hubschrauber, 275 Kunstgegenstände, 103 reinrassige Pferde und viele Luxusfahrzeuge. Außerdem wurden Dutzende von Verwickelten und Verdächtigen festgenommen.

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Pantoja, die sich der andalusischen Copla verschrieb und sich auch als Schauspielerin betätigte, ist Witwe des legendären Stierkämpfers Francisco Rivera““Paquirri“. 2007 bekam sie 40 Platin-Schallplatten, weil sie seit 1990 vier Millionen Alben verkauft hatte. (dpa) 043

Fotos: dpa/wenn.com

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