Dienstag, 27. September 2011 12:16 Uhr

Superstar Feist ist am Freitag mit neuem Album „Metals“ zurück

Berlin. Vier Jahre nach ihrem gefeierten Hit-Album „The Reminder“ meldet sich Feist mit ihrem neuen Werk zurück: „Metals“, das vierte Studioalbum der Kanadierin, erscheint am 30. September. Bei den Aufnahmen an der kalifornischen Küste wurde die 35-Jährige sowohl von langjährigen Weggefährten Chilly Gonzales und Mocky als auch von neuen Verbündeten wie Valgeir Sigurdsson (Bonnie „Prince“ Billy, Björk) unterstützt.

Für Leslie Feist gab es lange Zeit keinen Stillstand. Ihr blieb so gut wie keine Zeit zum Durchatmen. In den vergangenen zehn, zwölf Jahren führte bei ihr permanent eins zum anderen, alles ging nahtlos, pausenlos, endlos ineinander über.

Auf frühe Punk-Exkurse und experimentelle Selbstfindungsprojekte folgten ihr Album „Monarch (Lay Your Jewelled Head Down)“ (1999), Sessions mit Broken Social Scene und unzählige Gigs mit ihrer Kreativ-Posse (Gonzales, Mocky, Lidell etc.) in den Jahren darauf; ihr mit einem JUNO-Award ausgezeichnetes Album „Let It Die“ (2004) beförderte sie wenig später auf die internationale musikalische Landkarte, ebnete den Weg für das Remixalbum „Open Season“ und wenig später für „The Reminder“ (2007), das ihr gleich vier Grammy-Nominierungen, sechs JUNO-Awards, den Shortlist Music Prize und obendrein die Gelegenheit bescheren sollte, den Figuren der Sesamstraße das Zählen beibringen zu dürfen.

Mit „The Reminder“ war sie bei Saturday Night Live angekommen, auf Platz 11 der deutschen Charts gelandet und tourte nunmehr in alle Ecken der Welt. Sie nahm Coversongs mit Beck auf, ging mit Wilco ins Studio, sah Stephen Colbert dabei zu, wie er vor laufender Kamera in einem speziellen „1234“-Paillettenanzug abging, und machte einen Dokumentarfilm über das Team, mit dem sie für sämtliche visuellen Aspekte von „The Reminder“ zusammengearbeitet hatte.

Und dann, nach all diesen Jahren, sieben davon im Rampenlicht, tat sie es doch: Feist legte eine Pause ein.

„Wenn man auf Tournee ist, hat man so viel Output“, meint sie heute, „und in der Zeit danach war ich wie ein Schwamm – ich habe versucht so viel aufzusaugen, wie ich in den Jahren davor veröffentlicht und abgegeben habe. Ich habe die Füße ganz bewusst still gehalten, hab versucht zu lernen, wie das geht, wie man einfach mal still ist und sich klarmacht, dass so eine Stille nichts Schlechtes sein muss. Manchmal, wenn vorher alles laut und voller Bewegung war, können einem diese Ruhe und das Schweigen ja richtig Angst machen.“

Als Feist dann an dem Punkt angelangt war, an dem sie ein neues Album beginnen wollte, hatte sie mit einem Mal ganz andere Ideen darüber, wie man dieses Schweigen nun brechen sollte: „Ich war bei so vielen Konzerten so unglaublich vorsichtig und zurückhaltend gewesen, dass ich einfach mal wieder den Verstärker aufdrehen wollte“, meint sie und bezieht sich damit auch auf ihre Anfangstage als Gitarristin in Rock- und Punkbands.

Ihr neues Album schrieb sie vergangenes Jahr, zog sich für drei Herbstmonate in die kleine Garage, die hinter ihrem Haus steht, zurück; an diesem Punkt hatte sie schon ein Jahr außerhalb des Rampenlichts verbracht. Während die Texte, die sie für die neuen Stücke geschrieben hat, einen immer wieder packen, weil so viel Gefühl und eine gewisse Melancholie darin durchschimmern, gelingt es ihr mit den Arrangements, komponiert auf der Gitarre, den melancholischen Beigeschmack immer wieder mit ganz anderen Gefühlen und optimistischeren Klängen zu überdecken.

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren