15.06.2020 22:05 Uhr

Thomas Godoj: In acht Minuten war das Geld für’s neue Album da

Ex-DSDS-Sieger Thomas Godoj produziert sein neues Album via Crowdfunding. Nach wenigen Minuten war das Finanzierungsziel erreicht.

Foto: Julia Schelbeck

Thomas Godoj ist seit 2008 fast ununterbrochen auf Tour, veröffentlichte bisher sieben Studioalben, zwei Live-Alben/DVDs sowie ein Akustikalbum. Seit 2014 erscheinen seine Veröffentlichungen, deren Produktion er mit extrem erfolgreichen Crowdfunding-Kampagnen über die Plattform Startnext finanzierte, unter seinem eigenen Label.

Derzeit läuft noch bis zum 24. Juli 2020 auf Startnext die Kampagne für das achte Studioalbum, die bereits nach acht Minuten das Fundingziel von 55.000 Euro erreicht hatte. Am heutigen Montagabend stand die finanzielle Unterstützung bei 121.370 Euro.

Dazu erklärte der DSDS-Sieger von 2008 auf Startnext: „Das Geld fließt komplett und auf direktem Weg in mein achtes Studioalbum, d. h. in alles, was zur Realisierung, Veröffentlichung und Vermarktung des Albums dazugehört. Sollte das Ziel nicht erreicht werden, fallen für euch keine Kosten an. Ihr geht kein Risiko ein, denn das Geld liegt vorerst auf einem Treuhandkonto und wird euch über Startnext erstattet bzw. je nach gewählter Zahlungsmethode auch gar nicht erst belastet, wenn die Summe nicht zusammenkommt. Die angebotenen Dankeschöns können dann allerdings auch nicht erworben werden.“

Thomas Godoj: In acht Minuten war das Geld für's neue Album da

Foto: Julia Scheibeck

Gestärkt aus Krisen hervorgehen

Der polnisch-deutsche Rocksänger und Songwriter veröffentlichte letzte Woche mit „So weit kommen“ den ersten Vorboten aus seinem für den Herbst angekündigten achten Studioalbum „Stoff“. Die Erfahrung sich verändernder Lebensumstände musste sicher jeder schon einmal machen, nicht zuletzt sorgt auch der technische Fortschritt dafür, dass wir uns als Menschen und Gesellschaft immer wieder neu erfinden oder auf Veränderungen einstellen müssen – aktuell erleben wir das kollektiv im Zuge einer Pandemie, die die Welt plötzlich auf den Kopf stellte. „So weit kommen“ lenkt den Blick darauf, dass man aus Umbrüchen oder Krisen gestärkt hervorgehen und trotz allem positiv in die Zukunft schauen kann.

Musikalisch betrachtet bleibt „So Weit Kommen“ der Gangart des Vorgängers „13 Pfeile“ (2018) treu – der eingängige und hymnische Chorus wechselt sich ab mit rockigen Passagen und zeigt alle Facetten Godojs charakteristischer Stimme.