Dienstag, 8. Juni 2010 20:15 Uhr

Tom Jones wurde 70 und veröffentlicht neues Album im Juli

Berlin. Seit gestern siebzig Jahre jung und kein bisschen eingerostet: Auf dem neuen Album Praise & Blame (VÖ: 23.07.)kehrt die Gesangs-Ikone aus Wales zu den eigenen Wurzeln zurück. „Den ‚Tiger‘ haben sie ihn genannt, doch Tom Jones brüllt gar nicht, er singt, und zwar bis heute fabelhaft“, gratulierte die ‚Süddeutsche Zeitung‘ dem Sänger aus Wales in ihrer gestrigen Ausgabe zum Siebzigsten. Anstatt sich jedoch auf seinen Lorbeeren auszuruhen oder ans Aufhören zu denken, macht der legendäre Tiger, der sein rundes Jubiläum im engsten Familienkreis zelebrierte, sich und seinen Fans das schönste Geburtstagsgeschenk: Auf seinem neuen Album Praise & Blame, dem wohl spektakulärsten Werk seiner Karriere, begegnet man einem reifen Musiker, der zu seinen Wurzeln zurückkehrt, zu Gospel, Blues, Traditionals und Country-Songs. Er präsentiert sein wahres Wesen in Texten, in denen er kein Blatt vor den Mund nimmt. Das 39. Studioalbum des ewigen Playboys erscheint am 23. Juli 2010 auf Island Records.

Während der Aufnahmen mit dem Produzenten Ethan Johns (Kings Of Leon, Rufus Wainwright, Paolo Nutini, Laura Marling), die in Peter Gabriels Real World Studios stattfanden, gelang es Tom Jones laut eigener Aussage, wirklich alles aus sich herauszuholen: „Wir wollten zum Ursprung zurück: meine Stimme, die einfach nur von einer Rhythmusgruppe begleitet wird, also kein Overdubbing, kein Firlefanz, keine komplizierten Bläser- oder Streicher-Parts“, so der Sänger über die Arbeit am neuen Longplayer. „Ich bin wahnsinnig stolz auf die Ergebnisse, denn die Platte klingt unglaublich ehrlich und ungekünstelt. Sie klingt einfach nur nach mir.“

Mit der Unterstützung seiner Session-Band (bestehend aus Ethan Johns, Dave Bronze und Jeremy Stacey) und hochkarätigen Albumgästen wie BJ Cole, Booker T. Jones, Chris Holland, Gillian Welsh und Orin Waters interpretiert er die musikalischen Meilensteine, die ihn als Heranwachsenden geprägt haben, und gewährt dabei tiefe Einblicke in sein Seelenleben. Ganz gleich, ob es sich um John Lee Hookers Burning Hell, das in seiner Version so unglaublich druckvoll klingt, dass man dabei automatisch an The White Stripes denken muss, um Bob Dylans What Good Am I, Lord Help The Poor And Needy (Jesse Mae Hemphill), Did Trouble Me (Susan Werner) oder If I Give My Soul von Billy Joe Shaver handelt – Jones drückt jedem dieser Songs seinen unverkennbaren Stempel auf und lässt sie so klingen, als wären sie eigens für ihn komponiert worden. Er selbst beschreibt die 11 Songs des neuen Albums als „Stoff zum Nachdenken: Es ist einfach nur echt und aufrichtig; eine sehr persönliche Platte, auf der ich mein wahres Wesen zum Ausdruck bringe.“

In Großbritannien überschlagen sich die Kritiker bereits mit Lobeshymnen: „Seine mächtige Stimme wirkt wie für diesen grandiosen Longplayer gemacht“, schreibt der Evening Standard, während man die kommende LP bei The Fly als „Lo-Fi Garage-Soul-Hammerhaftigkeit“ bezeichnet und Music Week gar vom „ultimativen Album seiner Karriere“ spricht.

TomJones

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