Unverschämt!Trotz Verbots: Düsseldorfer Kirmes-DJ spielt einfach „Layla“ – das Beweisvideo!

dpadpa | 16.07.2022, 09:15 Uhr
Verbotener Song: In Düsseldorf wurde die Kirmes mit dem fragwürdigen Lied «Layla» eröffnet.
Verbotener Song: In Düsseldorf wurde die Kirmes mit dem fragwürdigen Lied «Layla» eröffnet.

Rolf Vennenbernd/dpa

Das Partylied „Layla“ steht wegen seiner fragwürdigen Textzeilen in der Kritik. Nun wurde der Song - trotz eines Verbots der Veranstalter - bei der Eröffnung der Kirmes in Düsseldorf gespielt. Ansonsten hat Deutschland keine weiteren Probleme.

Unglaubliches hat sich in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens zugetragen! Trotz eines ausdrücklichen Verbots hat der DJ des Festzelts der St. Sebastianus-Schützen bei der Eröffnung der Düsseldorfer Kirmes das umstrittene Lied „Layla“ gespielt. Nein! Doch! Oh!

Unter anderem hat eine gan z mutige Reporterin der „Bild“-Zeitung die Szene am Freitagabend in einem Video bei Twitter dokumentiert. Bei Instagram tauchten weitere Videos auf. Dürfen die das denn?

Die Schützengesellschaft ist Veranstalterin der Düsseldorfer Kirmes mit erwarteten 4 Millionen Gästen. Zunächst hatte der Schützenchef das Abspielen von „Layla“ auf der gesamten Kirmes untersagt. Später ruderten die Veranstalter zurück und teilten mit, dass der Song im eigenen Zelt verboten werde – für die anderen Festzelte und Fahrgeschäfte gebe es nur die Empfehlung, auf das Lied zu verzichten.

Auf den Internet-Videos war am Freitagabend zu sehen, wie die Menge – darunter zahlreiche Schützen – auf der Freifläche am Festzelt zu dem Lied tanzte und mitsang. Der Song von DJ Robin & Schürze ist auf Platz 1 der Single-Charts und handelt von einer „Puffmama“ namens Layla. Er ist wiederholt als sexistisch kritisiert worden.

Auch in Würzburg scherte sich niemand um das lächerliche Verbot, wie ein weiteres Video bei Twitter belegt. User Philip schreibt zu seinem Clip: „Hier sieht man ganz gut, wie gut dass mit dem ‚Verbot‘ von #Layla in Würzburg klappt. Nämlich gar nicht. Man animiert die Leute eher noch mehr“

(dpa/K&T)