Donnerstag, 26. Januar 2012 08:22 Uhr

Überfliegerin Lana Del Rey wollte Musik aufgeben

London. Lana Del Rey hätte fast mit der Musik aufgehört. Die Sängerin, die mit ihrem Song ‚Video Games‘ weltweit die Charts stürmte, hat in der Vergangenheit mehrmals erfolglos versucht, in der Musikbranche Fuß zu fassen und gibt zu, irgendwann so enttäuscht gewesen zu sein, dass sie daran dachte, aufzugeben und etwas anderes zu versuchen.

„Ich habe auf jeden Fall gedacht: ‚Wenn es so schwierig wird, werde ich keine Sängerin sein und nichts haben.‘ Das wäre ok gewesen, aber in den letzten zwei Jahren wurde ich dann müde davon“, erinnert sie sich im Interview mit dem Magazin ‚NME‘. „In meinem Kopf habe ich immer darüber nachgedacht, mit dem Singen aufzuhören. Ich habe aufgehört, Konzerte zu geben. Ich wollte auf keinen Fall mehr länger Sängerin sein.“

Auch wenn sie heute noch immer ehrgeizig ist, versichert sie, dass sie nicht mehr alles daran setzt, ein Popstar zu werden. „Was das Popstarsein betrifft, ist das etwas, worüber ich schon lange nicht mehr nachgedacht habe, weil es schon so lange her ist, dass ich damit angefangen habe. Auch wenn ich seit zwei Jahren wieder singe und schreibe, war ich 16 Monate lang nicht mehr auf der Bühne. Ich muss keine Sängerin sein, es geht nicht mehr darum, alles oder nichts zu sein.“

Seit zwei Monaten bewegt sich ‚Video Games‘ nun ununterbrochen in den Top Drei der deutschen Single-Charts, davon allein drei Wochen in Folge auf der Eins! Ihre Video-Clips zu „Video Games“, „Blue Jeans“ und „Born To Die“ werden millionenfach geklickt. Ihre plötzliche Präsenz hatte etwas kometenhaftes an sich. Eine Künstlerin mit der Strahlkraft und Faszination des Unerklärlichen. Eine Künstlerin, die jedoch eines grundlegend von den uns bekannten Kometen unterscheidet. Sie wird nicht vorbeiziehen, sie wird einschlagen.

Mit Songs, die aus ihrer Seele kommen und die sie sich von der Seele geschrieben hat. Songs, so schön und zerbrechlich wie Kristall, Songs, so stark und verführerisch, dass einem letztendlich nur eine Option bleibt: Kapitulation. Sehnsucht, Verletzbarkeit, Ehrlichkeit, Utopie, Hingabe. Vielleicht sollten wir einfach versuchen, das alles auch bei uns selbst wieder zuzulassen. Lana Del Rey lädt mit ihren Songs ab Freitag dazu ein. Das Debütalbum ist da!

Foto: Nicole Nodland

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