Freitag, 13. Januar 2012 11:52 Uhr

„Unser Star für Baku“: Diese Fünf kamen in der ersten Show weiter

Berlin. Gestern startete auf ProSieben die große Show „Unser Star für Baku“, bei der ein würdiger Nachfolger für Lena Meyer-Landrut gesucht wird, die vor zwei Jahren beim Euro Vision Song Contest den erhofften Sieg für Deutschland brachte.

Im Jahr darauf trat die kesse, beliebte Sängerin noch einmal an, aber Deutschland schaffte es mit dem Song „Taken By A Stranger“ nur auf Platz 10. Dieses Jahr findet der bekannteste europäische Musikwettbewerb in Aserbaidschans Hauptstadt Baku statt. Auch dieses Jahr können die deutschen Fernsehzuschauer wieder entscheiden, wer für Deutschland antreten wird. Aber so einige Dinge laufen dieses Mal anders.

Die Jury besteht in diesem Jahr aus Stefan Raab, Thomas D, von den Fantastischen Vier, der übrigens auch Jurypräsident ist und Alina Süggeler, Frontsängerin der Band „Frida Gold“. Zum ersten Mal gibt es in einer deutschen Casting-Show ein revolutionäres Live-Voting, bei dem den Zuschauern die ganze Sendung über, ermöglicht wird, zu sehen,wie die Leute telefonisch für die Kandidaten abstimmen.

Gestern Abend mussten sich zehn Kandidaten der spannenden Herausforderung stellen. Nur fünf kamen weiter in die nächste Entscheidungsrunde. Und das sind (auf dem Foto v.l.n.r.): Alina, Roman Lob, Katja Petri, Céline Huber, Thomas D, Shelly Phillips, Leonie Burgmer und Stefan Raab.

Jury-Präsident Thomas D zeigt sich nach der Show begeistert: „Ab jetzt zählt jede Sekunde, das hat die Premiere von ‚Unser Star für Baku„ eindrucksvoll bewiesen: Jeden Moment kann sich alles ändern. Es ist nicht nur für die Kandidaten, sondern auch für das Publikum und uns Juroren kaum auszuhalten, unfassbar spannend!“

Aber der Reihe nach: In kurzen Einspielern durften die zehn Sänger und Sängerinnen erklären, warum sie für die Musik leben und an dem Wettbewerb teilnehmen.

Katja Petri (24) sagt über ihre Leidenschaft zum Gesang: „Man kann durch die Musik sehr viel mitgeben.“ Mit dem Song „Marry You“ von Bruno Mars gab die kurzhaarige Berlinerin den Zuschauern auf jeden Fall eine schöne musikalische Nummer mit auf den Weg und präsentierte mit ihrer leichten Stimme und ihrer Gitarre eine rundum zufriedenstellende Perfomance.

Jan Verweij (21) erklärte im Einspieler zu seinem Auftritt: „Ich bin jeden Tag an der Gitarre.“ Schade, dass der junge Sänger dieses Mal die Gitarre zu Hause ließ und versuchte allein mit seiner Stimme und der schweren Nummer „Closer To The Edge“ zu überzeugen. Nach eine Vielzahl von schiefen Tönen erhielt er von Stefan, Thomas und Alina statt Lob, viel Kritik.

Die blonde gutgelaunte Leonie Burgmer (21) erzählte vor ihrem Auftritt: „Ich wünsche mir, dass alles gut klappt und dass ich nachher sagen kann, dass es Spaß gemacht hat und dass ich den Moment genießen konnte.“ Und den genoss nicht nur die Lehramts-Studentin, sondern auch das Publikum und die Jury. Mit „Stronger Than Me“ von Amy Winehouse stellte die junge Frau ihre Stimme mit eindeutigem Wiedererkennungswert unter Beweis.

„Der erste Eindruck ist sehr sehr wichtig. Und ich bin auch recht gut darin, den zu verhauen“ sagt die hübsche Yasmin Gueroui (22) über sich selbst. Ihren Auftritt verhaute das Mädchen mit den schönen roten Haaren, aber nicht. Im Gegenteil, mit ihrer Interpretation des Titels „Not Fair“ von Lilly Allen überzeugte sie Stefan und Co von ihrem Talent.

Kai Nötting (21), ebenfalls Lehramtsstudent, gibt sich selbstbewusst. „Ich glaube, dass ich Deutschland heute begeistern könnte, weil ich nicht nur versuche ein Lied nachzusingen, sondern es auch auf eine Weise selber interpretiere.“ Wenige Minuten später war klar, was der 21-jährige damit meint. Kai sang den Top Ten-Hit „More“ von Usher auf seine ganz eigene Art und in einer Version, die man so garantiert noch nicht kannte.

„Ich kann singen und ich glaube ich kann auch ein paar Leute berühren.“ Ja, das kann Shelly Phillips (20) wirklich. Sie lieferte mit „Valerie“ bereits den zweiten Winehouse-Titel an diesem Abend ab. Auch hier konnte man eine ganz andere Version als das Original hören. Mit einem Mix aus Soul und Hip Hop brachte Shelly das Publikum zum Jubeln.

Der gutgelaunte Call Center-Agent Salih Özcan (23) erklärte, was ihm an der Show gefällt. Der Türke ist der Meinung: „Ich glaube, dass es nicht einfach nur ums Singen geht, bei Baku, sondern auch darum, verschiedene Nationen auf einen Level zu bringen und darum dass wir alle gleich sind.“ Schöne Worte! Mit „Senorita“ von Justin Timberlake versuchte er sich in die Herzen der Zuschauer und Juroren zu singen. Die einfach liebenswürdige Art und smarte Perfomance des sympathischen Salih sah man sich zwar gern an, aber der Song war dann wohl doch eine Nummer zu groß.

Celine Huber (21) findet besonders eine Sache der Show sehr wichtig. „Ich möchte mich nicht verstellen und deswegen finde ich cool, dass wir hier singen dürfen, was wir wollen und nicht was uns aufgedrückt wird.” Singen wollte Celine „Beautyful Disaster“ von Kelly Clarkson. Das tat sie dann auch mit gefühlvoller Stimme, die aber im Strudel der weiblichen Sänger Deutschlands eher untergehen würde.

Jil Rock (20) hofft, dass sie ihrem Namen alle Ehre machen kann. „Wir Kandidaten sind alle sehr verschieden, soweit ich das beurteilen kann. Sei es von außen,von der Persönlichkeit oder auch von der Stimme her. Und ich denke ich bin zu den anderen ein großer Kontrast.“ Da hat die Blondine gar nicht so unrecht, immerhin lieferte sie die erste richtige, tanzbare Rocknummer des Abends und hob sich zumindest als eine der wenigen von den eher unspektakulären Auftritten ihrer Mitkandidaten ab.

Das Beste kommt zum Schluss: „Ich bin einfach ich selbst.“ Die Überraschung der Show lieferte Roman Lob (21, Foto oben) mit dem eher unbekannten Song „After Tonight“ ab. Mit luftig-lockerer Perfomance und einer Stimme, die heraussticht und echte Star-Qualität besitzt konnte der Sänger alle auf seine Seite ziehen.

Am Ende der Sendung stieg die Spannung und in den letzten Sekunden verschoben sich auf der Live-Tabelle noch so einige Namen. Letztendlich schafften es Celine Huber, Roman Lob, Shelly Phillips, Leonie Burgmer und Katja Nötting in die nächste Runde.

Fotos: NDR/ProSieben/Willi Weber

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