Video „Papaya“: Alles über den Hit aus „Promis unter Palmen“

Video "Papaya": Alles über den Song aus "Promis unter Palmen"
Video "Papaya": Alles über den Song aus "Promis unter Palmen"

© IMAGO / POP-EYE

19.04.2021 20:00 Uhr

"Papaya, Papaya, Coconut Banana" säuselt es einem seit 12. April wieder ins Ohr. Die Erkennungsmelodie von "Promis unter Palmen" hat Ohrwurm-Potenzial und war anfänglich eine Ersatzlösung.

SAT.1 verwendet seit der ersten Staffel von „Promis unter Palmen“ den Song „Papaya“. Aber eben nicht von Anfang an. Ursprünglich sorgte der Song „Geld“ der Berliner Dancehall Caballeros Seeed für die Untermalung der Show mit dem Motto „Für Geld mache ich alles“.

Das hatte der Band offenbar nicht gefallen, weshalb sie einem Bericht zufolge darum baten, den Song nicht mehr zu verwenden. Und so kam es, dass ab Folge 4 im Jahr 2020 fortan „Papaya“ von Alexander Marcus (48) für die musikalische Untermalung der Show sorgte.

Alexander Marcus produzierte „Papaya“

Der eingängige Track stammt von 2007 und ist einer der drumcomputergenerierten Songs von Alexander Marcus auf seinem Debüt-Album „Electrolore“, der mit seinen dadaistischen Musikstücken für Irritationen sorgte. Das bizarre Video kommt bislang auf über 21 Millionen Aufrufe, Klicks von denen die besten deutschen Musiker nicht nur weit entfernt sind, sondern träumen!

2013 veröffentlichte Marcus auch eine spanische Version.

Das ist Alexander Marcus

Der Musiker mit der Vorliebe für schräge Texte und Soundschnipsel machte mit Youtube-Videos in bewusster No-Budget-Optik Furore. Unter seinem bürgerlichen Namen Felix Rennefeld produzierte er seit Ende der 1990er-Jahre zunächst House-Musik. Als Alexander Marcus mischt er schließlich elektronische Clubmusik mit bizarren, schlagerähnlichen Texten, deren Ergründen viele Rezipienten bis heute verzweifeln lässt.

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Mit „Pharao“ veröffentlichte der Dauergrinser Marcus sein siebtes Album. Seine Musik nennt der Berliner Produzent, sein Künstlername ist übrigens eine Hommage an die Schlagerikonen Peter Alexander und Jürgen Marcus konsequenterweise „Electrolore“ – ein Wortmix aus Electro und Folklore.

Vor diesem Hintergrund empfehlen wir sein putziges, inzwischen elf Jahre altes Video „Hawaii Toast Song“, das bis heute weit über 14 Millionen Aufrufe verzeichnen kann.

Bedauerlich: Auf Social Media ist Marcus nicht sonderlich aktiv. Und: Seine coronabedingt letztes Jahr abgesagte „Pharao“-Tour ist für Mai/Juni annonciert. Ob es dabei bleibt, darf bezweifelt werden.

Die Alben von Alexander Marcus

2008: Electrolore (mit DVD)
2009: Mega
2012: Glanz & Gloria
2014: Kristall
2017: 10 Jahre Electrolore – Das ultimative Album
2018: Magic Galactic Megamix
2019: Pharao