Mittwoch, 5. Juni 2019 23:07 Uhr

Video: Sarah Connor versteht den Boykott nicht

Radiosender boykottieren den neuen Song „Vincent“ von Sängerin Sarah Connor. Als Grund wird die erste Zeile des Lieds angeführt. Die Sängerin kann das nicht nachvollziehen.

Video: Sarah Connor versteht den Boykott nicht

Foto: AEDT/WENN.com

Popsängerin Sarah Connor (38) hat verständnislos auf die Ablehnung ihres Coming-out-Songs „Vincent“ bei einigen Rundfunksendern reagiert. In einem RTL-Interview sagte die Musikerin: „Wir tun ja immer so, als wäre es überall, als wäre es völlig in Ordnung, und dann bringt es ein Song auf den Punkt, und dann gibt’s plötzlich Ressentiments.“ Das Lied „Vincent“ handelt von Verwirrung und Schmerz in der Liebe – unter anderem bei einem Jungen, der erkennt, dass er schwul ist.

„Vincent kriegt keinen hoch“

Konkret stören sich manche Radiosender an dem Satz „Vincent kriegt keinen hoch, wenn er an Mädchen denkt“. Connor sieht in ihrem Song einen Gesprächsanstoß: „Ich finde, man sollte es als Chance ergreifen, darüber zu sprechen.“ Zum Hintergrund erklärte sie, dass es in ihrem Bekanntenkreis einen Jungen gebe, einen Freund ihrer Kinder, der sich im vergangenen Jahr geoutet habe.

Sie habe den Song ihrer Plattenfirma und ihren Kindern vorgespielt. „Ehrlich gesagt gab es niemanden, der nicht am Ende des Songs verstanden hat, dass es um Liebe geht.“

„Vincent“ wurde teilweise nur gekürzt im Radio gespielt, als Grund wird die erste Textzeile des Songs angeführt. So strahlte etwa der Radiosender Antenne Bayern „Vincent“ ohne den ersten Satz aus – unter anderem aus Gründen des Jugendschutzes. Manche verbannten den Song sogar ganz aus dem Programm.

Aber seien wir mal ehrlich: eine bessere Werbung für den Song kann es kaum geben! (dpa/KT)

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